Abstimmungen laufen: Tempolimit auf der A44 kommt

WITTEN/BOCHUM Hoffnung für lärmgeplagte Anwohner der A 44: Das Tempolimit kommt. Über das Wann und Wie laufen derzeit die letzten Abstimmungen zwischen der Bezirksregierung in Arnsberg und dem Verkehrsministerium in der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Anfang Mai sollen dann die Eckdaten des Versuchs festgezurrt sein. Das bestätigte am Mittwoch der Sprecher der Bezirksregierung Christoph Söbbeler: „Es müssen noch die genauen Streckenabschnitte für die unterschiedlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen bestimmt werden. Denn das Ziel der Initiative war ja, aussagekräftige Ergebnisse zur Lärmbelastung durch den Verkehr zu gewinnen.“

Damit hat sich Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann mit seiner Haltung durchgesetzt. Die Landesregierung wollte ursprünglich zunächst den Lärm des ungebremsten Verkehrs auf der A 44 messen, um dann zu entscheiden, ob ein Tempolimit-Versuch sinnvoll sein.

Belastbare Aussagen

Nun kommt erst die Geschwindigkeitsbegrenzung – und dann wird gemessen. „Der Versuch wird über einen längeren Zeitraum laufen, um belastbare Aussagen zu bekommen. Es ist eben ein Unterschied, zu welcher Tageszeit man misst und ob es Ferienzeit ist oder nicht“, nannte Söbbeler nur einige Faktoren, die bei den Messungen berücksichtigt werden sollen.

Bis zu zwei Jahre nannte Söbbeler nun als Versuchszeitraum, ursprünglich waren sogar drei im Gespräch. „Es ist wichtig, belastbare Vergleichsdaten zu erheben, um möglichst aussagekräftige Erkenntnisse zu gewinnen“, so Söbbeler.

Wer zahlt?

Ganz einig ist man sich mit der Landesregierung noch nicht. Gerade die Frage, wer denn für die Messungen und die Auswertungen zahlen soll, ist noch nicht abschließend geklärt: „Das gehört alles zu dem Paket, das bis Anfang Mai geschnürt werden soll“, so Söbbeler.

Ob die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A 44 tatsächlich den Lärm senkt, ist unter Experten umstritten. Der ADAC merkte an, dass vor allem der LKW-Verkehr für den Verkehrslärm verantwortlich sei. Der würde durch Tempolimits jedoch nicht ausgebremst.

Wagen ans Limit bringen

Die A 44 zwischen den Autobahnkreuzen mit der A 43 bzw. A 45 ist kein Unfallschwerpunkt. Die gerade Streckenführung verführt jedoch einzelne Raser dazu, ihren Wagen ans Limit zu bringen. 200 Stundenkilometer sind auf der knapp neun Kilometer langen Strecke dann keine Seltenheit. Begrenzt wird die Geschwindigkeit lediglich vor den Autobahnkreuzen.
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