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New York (dpa) Eines vorweg: Sacha Baron Cohen ist nicht adelig. Das «Baron» ist eine Ableitung des hebräischen Baruch (gesegnet). Denn der Brite ist Jude - und den sprichwörtlich jüdischen Humor kann man ihm beileibe nicht absprechen.
Sacha Baron Cohen hat viele Gesichter. Foto: Sean Masterson (Foto: dpa)
Von Respekt vor religiösen - oder irgendwelchen anderen - Autoritäten ist Baron Cohen weit entfernt. Der Mann mit den vielen Masken liebt es zu provozieren - und geht dabei in der Regel viel weiter als andere.
Der kleine Sacha ging auf die besten Schulen und auf die Elite-Universität Cambridge. Überall schauspielerte er und trat auch regelmäßig in Comedyclubs auf. Sein erster wirklicher Fernseherfolg war die Figur des «Ali G.» - eines Rappers, der in Jogginganzug und mit Gossensprache Prominente interviewt. Der Film «Ali G in da House» wurde 2002 ein erster Kinoerfolg.
Weltweit bekannt wurde er als «Borat». Die Figur des kasachischen Journalisten, der durch die USA reist und scheinbar aus Versehen seine Interviewpartner entlarvt, wurde 2006 ein Kinoerfolg. Aber er polarisierte auch: Was viele großartig fanden, war für andere abstoßend oder sexistisch. Denn Baron Cohen wandelt stets an den Grenzen des guten Geschmacks und oft überschreitet er sie genussvoll. Dabei ist er fast immer auch politisch. Baron Cohen will Intoleranz und Ungerechtigkeit entlarven - auch wenn es seine Gesprächspartner oft nicht merken.
Ein zweites Markenzeichen: Bei «Borat» wie 2009 beim schwulen österreichischen Modejournalisten «Brüno», dem zweiten Welterfolg, weiß der Zuschauer nie, was nun Dokumentation und was «gescriptet», sprich: gespielt ist. Baron Cohen lässt sich dazu nicht befragen: In Interviews oder auf Pressekonferenzen tritt er nie als er selbst auf, sondern stets in Verkleidung und mit seiner aktuellen Rolle. Als «Der Diktator» hatte er in New York jetzt sogar kurzberockte Leibwächterinnen und bezahlte Jubelaraber dabei.
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