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BVB-Boss Watzke kann sich mit Plänen zu neuer Klub-WM anfreunden

hzBorussia Dortmund

Die 24 besten Vereine der Welt spielen alle vier Jahre im Sommer einen Weltmeister aus: So lauten die Pläne für die Klub-WM der FIFA. Für BVB-Boss Hans-Joachim Watzke klingt das „interessant“.

Dortmund

, 14.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Kaum ist die Aufregung über eine geplante geschlossene europäische Super League abgeklungen, kommt der nächste internationale Vereinswettbewerb ins Spiel: eine reformierte Klub-Weltmeisterschaft mit 24 statt bislang sieben Mannschaften. Ihre Einführung soll am Freitag bei der Sitzung des FIFA-Rats in Miami (USA) beschlossen werden. Der erste Testlauf ist bereits für den Sommer 2021 anvisiert.

Dortmunds Geschäftsführer erwartet hohe Akzeptanz

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Vom 17. Juni bis zum 4. Juli 2021 sollen die 24 besten Mannschaften der Welt - nach kontinentalem Proporz ausgewählt - gegeneinander antreten. Nach der Vorrunde mit acht Dreiergruppen ginge es in die K.o.-Runde. Dieses Turnier würde terminlich den ungeliebten Confed-Cup für die Nationalmannschaften ersetzen.

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Die Pläne sind konkret, und sie finden auch in Dortmund Befürworter: „Grundsätzlich brauchen wir keinen weiteren Wettbewerb“, erklärt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Gespräch mit dieser Redaktion. Doch es kommt ein Aber: „Wenn diese Klub-Weltmeisterschaft nach für uns vernünftigen Prinzipien funktioniert, könnte das interessant werden und eine Überlegung wert sein.“ Watzke vermutet eine hohe Akzeptanz dieses globalen Kicks.

UEFA-Fünfjahreswertung als Grundlage

Einer der Streitpunkte ist bislang noch die Verteilung der Startplätze. Der europäische Verband UEFA pocht auf zwölf Teams aus dem eigenen Kontinent. „Europa dominiert im Vereinsfußball, das müsste sich dann auch im Teilnehmerfeld widerspiegeln“, sagt Watzke. Käme die Hälfte der Mannschaften aus Europa, dann wäre der FC Bayern München wohl gesetzt - und Borussia Dortmund in einer Schwebeposition. Im UEFA-Klubranking steht der BVB derzeit auf Rang elf.

Die Fünfjahreswertung der UEFA solle die Grundlage für die Nominierung bilden, meint Dortmunds Vorsitzender der Geschäftsführung. Mit einer Einschränkung: „Mehr als drei Teilnehmer aus einem Verband sollte es nicht geben.“ In der aktuellen Tabelle der besten Europäer liegen vier spanische Klubs (Real, Barca, Atletico, Sevilla) unter den ersten zwölf, bald dürften mehr englische Klubs nach vorne stoßen. Denn die haben das meiste Geld zur Verfügung.

Geldregen für beteiligte Vereine

Apropos Geld: Auch bei der Verteilung der zu erwartenden Einnahmen in Millionenhöhe dürfte es noch Diskussionsbedarf geben bei FIFA, UEFA und der Klubvertretung ECA. Berichten zufolge will FIFA-Präsident Gianni Infantino 25 Prozent der Einnahmen an die Klubs ausschütten. Es wäre vermutlich ein Geldregen für die beteiligten Vereine.

BVB-Boss Watzke kann sich mit Plänen zu neuer Klub-WM anfreunden

FIFA-Präsident Gianni Infantino will 25 Prozent der Einnahmen an die Klubs ausschütten. © dpa

Vor der Belastung der Spieler durch einen zusätzlichen Wettbewerb scheut Watzke nicht zurück, erhöhten Termin-Druck erwartet er nicht bei einem WM-Termin im Juni/Juli. „In dem Jahr würden wir dann keine Auslandsreise durchführen. Wenn wir keine Spieler für den Confed-Cup, über dessen sportlichen Wert man ja eh streiten kann, abstellen müssten, würden unsere Profis womöglich sogar entlastet.“

Aktueller sportlicher Wert ist zu vernachlässigen

Die aktuelle Klub-WM der FIFA, der Nachfolger des Weltpokals, wird mit den Siegern der sechs kontinentalen Meisterwettbewerbe sowie einem Vertreter des Gastgeberlandes Ende Dezember ausgetragen. Meist gewinnt der europäische Vertreter. Der sportliche Wert ist zu vernachlässigen. „Die Champions League ist weltweit das Produkt mit der größten Beliebtheit“, sagt Watzke. „Aber wir sind nicht außerhalb Europas präsent.“ Das könnte sich vom Sommer 2021 an ändern.

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