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Souverän und konsequent vor der Pause, schwach nach dem Seitenwechsel: Der BVB zeigt beim 3:3 gegen Hoffenheim zwei Gesichter. Bürki und Sancho ragen heraus. Die Einzelkritik.

Dortmund

, 09.02.2019 / Lesedauer: 4 min

Roman Bürki: Nach überstandener Grippe eine undankbare erste Hälfte für den Schweizer, der den heftigen Regenschauer Mitte der ersten Hälfte schutzlos über sich ergehen lassen musste. Halten musste Bürki nicht einen Ball, die größte Herausforderung war ein Freistoß von Demirbay, den er trotz böigem Wind sicher aus der Luft pflückte. Super seine Parade gegen den Schuss von Joelinton (56.) in einer Phase, in der Hoffenheim nach der Pause mächtig aufkam. Auch gegen den Drehschuss von Belfodil rechtzeitig unten (61.), den Kopfball von Kaderabek lenkte er spektakulär über die Latte (73.). Bei allen drei Gegentoren machtlos. Note: 2,0

Lukasz Piszczek: Auf der rechten Seite trieb er permanent mit an, sein Pass in die Tiefe zu Sancho brachte den Engländer perfekt in Schussposition (32.). Schon sein sechster Assist in dieser Saison. Nach der Pause dosierte er seine Vorstöße deutlich und beschränkte sich darauf, Hoffenheims Nico Schulz zu kontrollieren. Note: 3,0


Julian Weigl: Bekam es gegen den Hoffenheimer Doppelsturm mit dem Brasilianer Joelinton zu tun, der der deutlich gefährlichere Angreifer der Gäste war - das hieß aber nicht, dass Weigl nicht einen tadellosen Job abgeliefert hätte vor der Pause. Starke 60 Prozent Zweikampfquote, wenn es nötig wurde, ging er auch in die Grätsche und unterband damit zwei Mal potenziell gefährliche Kontersituationen (36./42.). Note: 2,5

Abdou Diallo: Unaufgeregt, aber im Stellungsspiel und Zweikampfverhalten bis zum Halbzeitpfiff tadellos. Hatte Hoffenheims Kramaric im Griff. Nach der Pause vermehrt gegen Joelinton in der Pflicht, da hatte er deutlich mehr Probleme. Sah auch beim 1:3 schlecht aus. Note: 4,0


Achraf Hakimi: Der Marokkaner sieht sich selbst eher auf der rechten Seite, im BVB-Trikot ist er aber links deutlich effektiver. Wie Piszczek auf der anderen Seite schaltete er sich oft nach vorne ein, hatte mit einem frechen Schuss ins kurze Eck einen gefährlichen Abschluss (40.). Einige Abspielfehler gehörten auch am Samstag zu seinem Spiel, zu langsam bei der Flanke zum 1:3. Die zweite Hälfte war deutlich schwächer, dazu passte seine Passivität beim Hoffenheimer 2:3, als er Kaderabek unbedrängt köpfen ließ. Note: 4,0


Mahmoud Dahoud: Nicht immer zielstrebig nach vorne, übertrieb bisweilen die enge Drehung mit Ball, die schön anzuschauen war, den Ballvortrag aber unnötig verzögerte. Hatte aber als Delaney-Ersatz neben Axel Witsel im defensiven Zentrum bis zur Pause die klare Gestaltungs-Hoheit. Bekam das Zentrum nach der Pause deutlich schlechter dicht. Note: 3,5


Axel Witsel: Der Ball klebt an seinen Füßen. Bis zur Pause bei der Zuspiel- und Zweikampfquote mit dem perfekten Spiel. Zudem im Umschalten der Spieler, der immer die richtigen Entscheidungen fällte. So beim 2:0, als er nach dem Ballgewinn perfekt in den Lauf von Sancho passte. Nach der Pause deutlich unauffälliger. Note: 2,5

Jadon Sancho: Unter der Woche krank, mit Schwindelgefühlen in die Kabine wankte zur Pause aber Gegenspieler Stefan Bosch. Es war eine furiose erste Hälfte des Dortmunder Mega-Talents, der den Hoffenheimer nicht nur in der 40. Minute auf dem Bierdeckel eindrehte. Sein erster Treffer wurde noch zu Recht nach Videobeweis zurückgenommen, nach Piszczeks Pass dann entschlossen mit dem Torabschluss ins lange Eck (32.). Da hatte er schon 14 Sprints angesetzt. Toll auch sein Schlenzer, den Götze zum 2:0 veredelte (43.). Sein genialer Hackentrick leitete auch das 3:0 ein, traf dazu noch den Pfosten. Viel mehr geht nicht, auch wenn sein Rückwärtsgang ausbaufähig ist. Note: 1,5


Maximilian Philipp: Als Zehner für Marco Reus mit einer dezenten ersten Hälfte. Dass er allerdings über einen gefährlichen Distanzschuss verfügt, zeigte der ehemalige Freiburger in der 22. Minute. Der Ball ging nur knapp am Tor vorbei. Arbeitete auch nach der Pause viel, ohne dass ihm dabei viel gelang. Machte dann nach 70 Minuten Platz für Alcacer. Note: 4,0


Raphael Guerreio: War überall zu finden und besetzte nicht nur die linke Bahn. Allerdings nicht so auffällig wie zuletzt. Leitete immerhin das 2:0 mit ein und bewies seine Abschluss-Stärke auch beim Treffer zum 3:0 (66.). Note: 3,0

Mario Götze: Als Wandspieler zunächst unglücklich. Das vermeintliche 1:0 wurde zurückgenommen, weil er aus dem passiven Abseits eingriff. Groß wie immer sein Laufpensum, war dann zur Stelle, als 1899-Keeper Baumann den Sancho-Schuss abklatschen ließ. Gute Schusschance, der Ball kam aber zu zentral (59.). Konsequent und mit gutem Auge dann bei der Vorarbeit zum 3:0. Note: 2,5


Paco Alcacer: Als Joker fast wieder mit einem Tor, Piszczeks Flanke lenkte er perfekt aufs Hoffenheimer Tor, die Kugel strich am langen Pfosten vorbei (84.). ohne Note


Ömer Toprak: Kam in der Schlussphase, um die Abwehr zu stabilisieren. Beim 3:3 machtlos. ohne Note

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