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Alloheim sucht für die Sythener Seniorenresidenz eine neue Leitung

hzMängelbeseitigung

Aus Beschwerden über schwere Mängel in der Pflege hat Alloheim Konsequenzen gezogen. Aber der Ruf des Altenheimes hat Schaden genommen. Deshalb sei es schwer, eine neue Leitung zu finden.

Sythen

, 16.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Im September 2018 war die Sythener Alloheim-Seniorenresidenz wegen schwerer Mängel in der Pflege in die Schlagzeilen geraten. Die Heimaufsicht des Kreises Recklinghausen (WTG-Behörde) verhängte als Konsequenz zunächst einen Belegungsstopp, danach durften nur in Abstimmung mit der Heimaufsicht neue Bewohner aufgenommen werden. Das gilt seit dem 1. Januar nicht mehr. „Wir haben inzwischen große Schritte nach vorne gemacht“, findet Markus Marx (verantwortlich bei Alloheim für das operative Geschäft im Saarland, in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz). Am 14. März war er in Begleitung von Rüdiger Stahlschmidt (Leiter Unternehmenskommunikation) abends ins Rathaus gekommen, um dem Ausschuss Generationen und Soziales Bericht zu erstatten.

Mehr Zufriedenheit

Nach berechtigter Kritik an der Führung der Seniorenresidenz Sythen am See habe der Betreiber, die Alloheim Seniorenresidenzen GmbH in Düsseldorf, Lösungen erarbeitet und für Zufriedenheit bei Bewohnern und Angehörigen gesorgt. Im Rahmen eines zentralen Qualitätsmanagements habe man sich intensiv mit den Sythener Verhältnissen auseinandergesetzt. Inzwischen sei ein Qualitätsbeauftragter permanent vor Ort, um die Pflege-Güte stets im Blick zu haben. Unterstützt werde er von einem regionalen Beauftragten, der einmal in der Woche die Einrichtung besuche, so Marx.

Seit Oktober sei Alloheim dabei, ein neues Leitungsteam aufzubauen. In diesem Zusammenhang lobte Markus Marx die engagierte Arbeit von Interimsleiter Daniel Kärcher, der zunächst sieben Tage die Woche vor Ort Dienst getan habe. Jetzt sucht Alloheim eine neue Leitung. Sechs Vorstellungsgespräche wurden geführt, aber der richtige Bewerber wurde noch nicht gefunden. In einer zweiten Runde kristallisierte sich eine Bewerberin heraus, die zunächst Probe arbeiten werde, so Marx. „Die Bewerbungen stapeln sich nicht, uns eilt kein guter Ruf voraus“, gab er offen zu. Auf der anderen Seite hingen die Früchte sehr hoch, der Träger wolle keine Kompromisse bezüglich des Qualitätsanspruches eingehen.

78 Plätze belegt

78 von 80 Plätzen sind nach Auskunft von Marx aktuell belegt, mehr als die Hälfte der Bewohner seien Halterner. Um ihnen mehr Behaglichkeit zu bieten, seien in Absprache mit der Heimaufsicht 42 Bewohnerplätze im Obergeschoss in zwei Wohnbereiche aufgeteilt worden. Das schaffe mehr Nähe und Übersichtlichkeit. Seit dem 2. Januar arbeitet Alloheim nur noch mit eigenen Mitarbeitern, dazu habe man einen Teil der Fremdarbeiter übernommen.

Aktuell hat das Haus mit 16 neuen Pflegekräften (sieben vom Fach und neun Hilfskräfte) 79 Mitarbeiter. 53 kümmern sich um die Pflege. „Wir haben den Personalschlüssel übererfüllt. Denn wir beschäftigen fünf Kräfte mehr als wir eigentlich gebrauchen“, erklärte Markus Marx. Er erwähnte außerdem vermehrte Mitarbeiterschulungen, regelmäßige Tagungen des Bewohner-Beirates und einen regen Austausch mit der Nachbarschaft im Elterbreischlag.

Differenzen wegen Medikamenten

Die Anzahl der Beschwerden sei stark rückläufig, dennoch gebe es eine Baustelle. Das Medikamenten-Management müsse verbessert werden. Das Haus stehe dazu in enger Absprache mit einer Innenstadt-Apotheke und den Hausärzten. In den letzten zwei Wochen habe es einige Differenzen gegeben, gestand Marx.

Ausschuss-Vorsitzende Beate Pliete dankte für die Anreise von Markus Marx und Rüdiger Stahlschmidt aus Düsseldorf und die Bereitschaft, immer wieder Bericht zu erstatten. Es soll nicht der letzte Besuch im Rathaus gewesen sein.

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