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Der Baustart am Bahnhof hat einige Fahrgäste stranden lassen

hzZug-Stillstand

Übers Wochenende ist kein einziger Personenzug durch Haltern am See gerollt. Der barrierefreie Umbau des Bahnhofs ist mit dem Abriss eines Daches und dem Bau einer Brücke gestartet.

Haltern

, 11.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Abrissbagger knabberte am Dach des Bahnsteigs zwischen Gleis 2 und 3 am Halterner Bahnhof. Am frühen Samstagmorgen begann hier der seit langem geplante barrierefreie Bahnhofsumbau. Züge verkehrten am Wochenende nicht.

Kurz nach neun stürmte eine junge Studentin durch die Bahnhofstür und kam unvermittelt vor den Absperrungen zu Stehen. „Ich wusste nicht, dass der Bahnhof gesperrt ist“, gab sie irritiert zu. „Ich muss nach Essen, fährt die S9 auch nicht?“ Sie musste, wie alle anderen Fahrgäste, auf den Schienenersatzverkehr ausweichen, den die Deutsche Bahn ab dem Halterner Bahnhof eingerichtet hatte.

Die Fahrgäste waren unterschiedlich gut vorbereitet

Die meisten Fahrgäste waren allerdings informiert. Olaf Klaus war am Vorabend bereits aus Recklinghausen gekommen. „In Marl-Sinsen stehen die Busse direkt am Ausgang des Bahnhofs, das klappt gut“, so Klaus. Am Samstag wollte er nach Duisburg. „Es stand ja in der Zeitung und war überall angekündigt, dass hier heute keine Züge fahren“, sagte er. „Für mich ist das kein Problem.“

Carsten Weiß und sein Sohn Cedric warteten am Bahnhof auf Cedrics Freund Jonas. Die beiden Jungs wollten auf eine Fotosafari ins Ruhrgebiet bis nach Wuppertal fahren. „Ich weiß jetzt nicht, wie Jonas hierherkommt“, sagte Cedric. Doch er musste nicht lange warten, sein Freund aus Castrop-Rauxel war mit dem Bus über Datteln ausgewichen.

Der Baustart am Bahnhof hat einige Fahrgäste stranden lassen

Am Rand des Bahnhofs wurden die Treppen für die Behelfsbrücke vormontiert. © Jürgen Wolter

Mehr über sich selbst als über die Bahn ärgerte sich eine Reisende, die aus Mönchengladbach kam. „Ich bin unterwegs nach Leer in Ostfriesland“, sagte sie. „Ich wusste nichts von der Sperrung und jetzt bin ich dummerweise hier in Haltern zu früh aus dem Bus gestiegen. Eigentlich musste ich bis Dülmen, um dann von Münster aus meinen Anschluss zu bekommen.“

Manche der Reisenden nutzten die Wartezeiten auf den Schienenersatzverkehr, um sich die Bauarbeiten am Bahnhof anzusehen. Hier wurde an allen Ecken gebuddelt. Der Abrissbagger räumte das Mitteldach ab, gleichzeitig wurden die Fundamente für die Behelfsbrücke errichtet, die während der Bauphase über die Gleise auf den mittleren Bahnsteig führen wird und am Fußgängertunnel wurde ebenfalls gearbeitet. Die Brücke selbst wurde am Rand des Bahnhofs zeitgleich mit Hilfe eines Autokrans vormontiert.

Die Umgestaltung soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein

Die gesamte Umgestaltung des Halterner Bahnhofs soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Die Bahn hat bereits angekündigt, dass es weitere Sperrungen geben wird.

Die ebenfalls für das Wochenende angekündigte Baumaßnahme am Bahnübergang Marler Straße fand allerdings noch nicht statt. Am Samstag war der Übergang, an dem die Fahrbahn saniert werden muss, weiterhin frei befahrbar und nicht wie angekündigt gesperrt.

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