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Der Bio- und Sportlehrer Martin Bruns verlässt nach 38 Jahren das Joseph-König-Gymnasium

hzLehrer geht in Ruhestand

Mehrere Jahrzehnte lang prägte der 66-Jährige vor allem den Biologieunterricht. Zum Abschied gab es noch mal einige ganz besondere Geschenke von seinen Kollegen.

Haltern

, 10.02.2019 / Lesedauer: 3 min

In den vergangenen 38 Jahren unterrichte Martin Bruns mehrere Halterner Generationen am Joseph-König-Gymnasium. Nun verabschiedete er sich von seinen Kollegen und Weggefährten der letzten vier Jahrzehnte.

Der Biologie- und Sportlehrer ist seit Anfang Februar ebenso im Ruhestand wie die Kunst- und Deutschlehrerin Beate Söhn-Hardt, die bei der Verabschiedung am Freitag allerdings krankheitsbedingt fehlte.

„Im Prinzip bin ich schon seit 1980 hier“, erzählt Martin Bruns. Damals begann er am Halterner Gymnasium als Referendar. Seitdem hat sich einiges verändert. „Als wir hier ankamen, gab es noch ein Raucherzimmer“, erinnert er sich.

In den letzten fast 40 Jahren erlebte der 66-Jährige so manche Veränderung. Einige, wie die zunehmende Digitalisierung der Schulen, sind auch heute noch längst nicht abgeschlossen. „Ich bin eigentlich froh, den Teil der nächsten zehn Jahre nicht mitmachen zu müssen“, gesteht er.

Schon immer „stets bereit gewesen, Aufgaben zu übernehmen“

Vermissen wird er hingegen vor allem seine zahlreichen Kollegen, die am Freitagvormittag im Lehrerzimmer zusammenkamen, um sich von ihm zu verabschieden. Neben den aktiven Lehrkräften kamen auch über zwanzig ehemalige Kollegen.

Zum Abschied hatte Ulrich Wessel eine dienstliche Beurteilung von 1994 mitgebracht. Der Schulleiter war begeistert, noch „25 Jahre später jedes Wort übernehmen zu können“. In der Beurteilung wurde Martin Bruns als „pünktlich und zuverlässig“ beschrieben. Schon damals sei er „stets bereit gewesen, Aufgaben zu übernehmen“.

Als Dank für seine langjährige Arbeit überreichte Ulrich Wessel ihm einen Gutschein für ein Sportgeschäft. Für den wird der leidenschaftliche Rennradfahrer mit Sicherheit Verwendung finden.

Denn für den Radsport möchte sich der pensionierte Lehrer nun auch wieder mehr Zeit nehmen. Zudem möchte er wieder mehr verreisen, sagt er. Zuerst „fliege ich erst mal nach Amerika“.

Außerdem will er sein „Saxofon wieder aufleben lassen“. Ein besonderes Engagement in seiner Heimatstadt Dülmen wird er derweil auch weiterhin wahrnehmen. Bereits seit 38 Jahren leitet er Sportkurse für Herzkranke.

Schirmherr mehrerer Biologie-Projekte

Im Namen der Fachschaft Biologie verabschiedete sich Dr. Markus Walz von seinem Kollegen, dessen „Sprüche immer Abiturbände gefüllt haben“.

Gemeinsam mit weiteren Biologielehrern präsentierte er für alle Anwesenden eine ganze Reihe an Projekten, die einst von Martin Bruns am Joseph-König-Gymnasium eingeführt wurden und seitdem fester Bestandteil des Biologieunterrichts sind.

Dazu zählten das Erstellen eines Herbariums, das Sezieren von Forellen und Exkursionen in Kläranlagen. Besonders die Ausflüge mit seinen Schülern werde er vermissen, erzählte er.

Auch die Halterner Sportlehrer verabschiedeten sich mit mehreren Anekdoten und Geschenken vom „Vollblut-Naturwissenschaftler“, der nie einen festen Sitzplatz im Lehrerzimmer hatte.

Daher bekam Martin Bruns zum Abschied einen Campingstuhl überreicht. „Etwas gewöhnungsbedürftig“, scherzte der 66-Jährige nach einer ersten Sitzprobe.

38 Jahre altes Geschenk

Der ehemalige Sportlehrer Eckhard Losch hatte dann noch ein ganz besonderes Geschenk für den Mann des Tages. Er übergab ihm den Handball, mit dem Martin Bruns seine Examensprüfung absolviert hatte.

An den Fähigkeiten des Sport- und Biologielehrers ließ er auch keine Zweifel: „Ich glaube, er hat den Tempogegenstoß erfunden“, sagte Eckhard Losch und sorgte damit für großes Gelächter bei den anwesenden Lehrern.

Zum Abschluss richtete Martin Bruns selbst noch ein paar Worte an alle Anwesenden. „Ich bin sehr gerne hier gewesen“, sagte er und erklärte, dass 38 Jahre zwar eine „ziemlich lange Zeit“ seien, er aber noch „nicht ausgebrannt“ sei.

Dies liege auch an der „tollen Schülerschaft“ in Haltern. „Nehmt euch ein Beispiel an mir. Ihr könnt das auch bis 66 schaffen“, sagte er seinen nun ehemaligen Kollegen.

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