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Halterner wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung angeklagt

hzRecklinghäuser Straße

Die Staatsanwaltschaft Essen hat einen 24-Jährigen Halterner unter anderem wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung angeklagt. Nun liegt der Fall beim Landgericht Essen.

Haltern

, 14.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Ein heute 24-Jähriger aus Haltern wird verdächtigt, am 27. Oktober 2018 vorsätzlich einen Brand in einem Treppenhaus an der Recklinghäuser Straße gelegt zu haben. Wie nun bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Essen wegen aus ihrer Sicht hinreichenden Tatverdachts bereits Ende Januar Anklage gegen den Mann erhoben: wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen, schwerer Brandstiftung sowie versuchter besonders schwerer Brandstiftung.

Nun liegt der Fall beim Landgericht Essen. „Wenn die Strafkammer die Anklage zulässt und das Verfahren eröffnet, ist mit einem Termin noch in der ersten Jahreshälfte zu rechen“, teilte der stellvertretende Pressesprecher Dr. Thomas Kliegel am Mittwoch auf Nachfrage mit. Ausschlaggebend dafür ist, ob die Strafkammer am Landgericht den Tatverdacht ebenso wie die Staatsanwaltschaft als hinreichend für eine Anklage ansieht.

Bei Verurteilung droht lebenslängliche Haft

Im Falle einer Verurteilung droht dem Tatverdächtigen eine lebenslängliche Haftstrafe wegen versuchten Mordes. Unter strafmildernden Umständen könnte sich die Haftzeit auf 15 Jahre reduzieren. Strafmildernd wirkt laut Dr. Thomas Kliegel etwa, wenn ein Angeklagter vorab nicht noch weitere Taten ausübte. Auch die Tatsache, dass während einer Tat Drogen oder Alkohol im Spiel waren, könne eine strafmildernde Wirkung haben.

Aus welchem Motiv der Tatverdächtige gehandelt haben könnte, wollte der Sprecher noch nicht mitteilen. Bei den Motiven einer Tat handele es sich um einen Teil der Beweisführung, die der Hauptverhandlung vorbehalten seien, so Kliegel. Auch dazu, welche Beweismittel die Polizei damals in der Wohnung des Tatverdächtigen sichergestellt hatte, machte das Landgericht am Mittwoch keine näheren Angaben.

Der damals 23-Jährige wird verdächtigt, in der Oktobernacht einen Zeitungsstapel im Treppenhaus eines Hauses an der Recklinghäuser Straße in Brand gesetzt zu haben. Drei Bewohner des Mehrfamilienhauses hatte die Feuerwehr mit der Drehleiter aus einem Fenster im ersten Obergeschoss gerettet. Zwei Bewohner des Mehrfamilienhauses wurden damals mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus geliefert. Nach einer Öffentlichkeitsfahndung mithilfe von Kameraaufnahmen im Bereich des Hauses wurde der tatverdächtige Halterner nach Hinweisen einer Zeugin festgenommen. Der heute 24-Jährige hat die Tat gestanden.

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