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Kreis verkauft Campingplatz am Stockwieser Damm an Halterner Unternehmer

hzBieterverfahren

Der frühere Kreisjugendzeltplatz am Stockwieser Damm ist verkauft. Mit den Stimmen von SPD, CDU und FDP entschied sich der Kreistag am 25. Februar für einen Bieter aus Haltern am See.

Sythen

, 26.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Der 1958 gegründete und 2018 aufgegebene Kreisjugendzeltplatz am Stockwieser Damm hat einen neuen Besitzer. Der Halterner Stefan Beese, der ein Unternehmen mit Sitz in Recklinghausen und Haltern hat, erhielt am 25. Februar den Zuschlag. Er setzte sich gegen zwei Mitbewerber durch, die mit erheblich weniger als das Mindestgebot von 920.000 Euro in das Bieterverfahren gingen. „Die Kaufsumme des Halterners lag dagegen im Bereich des Mindestgebotes“, erklärte Kreissprecher Jochem Manz nach der Kreistagssitzung gegenüber der Halterner Zeitung. Den genauen Betrag darf er nicht nennen.

Keine Dauercamper

Der Halterner Unternehmer Stefan Beese plant zusammen mit seiner Ehefrau Deniz, aus dem 34.345 Quadratmeter großen Areal einen Campingplatz schaffen, der ins 21. Jahrhundert passt. „Wir sind überzeugte Halterner und möchten gemeinsam diesen Platz betreiben“, sagte der Unternehmer gegenüber der Halterner Zeitung. Diese Tätigkeit solle kein Hobby sein, „der Platz muss sich schon wirtschaftlich rechnen.“ Stefan und Deniz Beese wissen um die viele Arbeit, die sie erwartet.

Der Kreis hatte in den letzten Jahren kein Geld mehr in den Platz investiert, entsprechend marode sind die Gebäude. Ob sich eine Sanierung lohne, werde sich in den nächsten Monaten herausstellen, so Stefan Beese. Das Ehepaar möchte die neue Konzeption in enger Abstimmung mit der Stadt erarbeiten.

Dauercampen soll nicht mehr möglich sein. Vorstellbar sind für die neuen Besitzer dagegen Parzellen für Wohnwagen, Wohnmobile, Zelturlauber und – sofern es das Baurecht zulässt – für Mobilheime. An eine Eröffnung in diesem Jahr sei allerdings nicht mehr zu denken.

Ohne Zugang zum See

Das 34.345 Quadratmeter große Areal am Stockwieser Damm liegt im Landschafts- und Wasserschutzgebiet. Er ist im Flächennutzungsplan als Sondergebiet für Freizeit mit Zweckbestimmung Zeltplatz ausgewiesen. Wenn der neue Eigentümer doch noch den Bau von Ferienhäusern in Betracht ziehen sollte, muss zunächst ein Bebauungsplan erarbeitet werden.

Einen direkten Zugang vom Campingplatz zum See gibt es nicht und wird es nach Auskunft des Halterner Bürgermeisters Bodo Klimpel auch in Zukunft nicht geben. Dennoch war der Standort für Camper, Radtouristen und Zelturlauber bislang eine attraktive Adresse - sofern sie keine großen Ansprüche stellten und ihnen die idyllische Lage inmitten eines alten Baumbestandes genügte.

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