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Vom Untergang Nordamerikas und der Wieder-Entdeckung durch einen Archäologen

Im LWL-Römermuseum

David Macaulay, Architekt und Grafiker aus den USA, erzählt im LWL-Römermuseum in Haltern, wie er für ein Buch auf die Idee kam, Nordamerika dem Untergang zu weihen.

22.03.2019 / Lesedauer: 3 min
Vom Untergang Nordamerikas und der Wieder-Entdeckung durch einen Archäologen

Der Architekt, Kunsthistoriker und Grafiker David Macaulay ist zu Besuch im LWL-Römermuseum Haltern. © picture alliance / Caroline Seid

Das LWL-Römermuseum probiert Neues aus. Am 30. März (Samstag) besucht der in Vermont/USA lebende David Macaulay Haltern, um über die Entstehung seiner Grafik-Novelle „Motel of the mysteries“ zu sprechen. Er tut es in englischer Sprache. „Aber so leicht verständlich, dass man ihm gut folgen kann“, betont Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock. Er lädt herzlich ein, den bekannten Architekten, Kunsthistoriker und Grafiker um 18 Uhr im Vortragssaal des Museums persönlich kennen zu lernen.

„David Macaulay ist ein interessanter, ein toller Mensch“, Josef Mühlenbrock kennt ihn aus seiner Zeit als Museumsleiter in Herne, wo der US-Amerikaner die Ausstellung „Irrtümer und Fälschungen in der Archäologie“ begleitete. Diese Ausstellung ist zurzeit in Hildesheim zu sehen und der Halterner Museumsleiter wusste vom Besuch Macaulays im dortigen Museum. Eine gute Gelegenheit, ihn nach Haltern einzuladen.

Zweitägige Visite

David Macaulay kommt am Samstag und bleibt bis Sonntag (31. März), wenn ab 11 Uhr offiziell die Saison auf der Römerbaustelle Aliso eröffnet und für Besucher bis 18 Uhr Programm geboten wird.

In seinem wunderbar illustrierten Buch beschreibt er das Jahr 4022 nach Christus. Die nordamerikanische Zivilisation ist durch eine Katastrophe fast vollkommen in Vergessenheit geraten. Bis sich der Archäologe Howard Carson auf den Weg macht. Carson ist ein unauffälliger Mann von ungeklärter Herkunft. Erst mit 42 Jahren gelingt ihm die Entdeckung rätselhafter Relikte der Yankee-Kultur, was diesen in jeder Hinsicht mittelmäßigen Mann zum berühmtesten Amateurarchäologen deer Welt machen sollte. An einer breiten Prozessionsstraße legt Carson einen Gebäudekomplex frei, der von den Yankees als „Motel“ bezeichnet wurde. Der Archäologe ist sich sicher: Es muss sich um eine bedeutende Kult- und Grabstätte handeln. Carson kann sein Glück kaum fassen, als er auf ein ungestörtes Grab stößt, das noch mit einem „Do not disturb“-Siegel verschlossen ist. Im Inneren finden sich neben zwei Bestattungen zahllose Kostbarkeiten, darunter vor allem wertvolles Plastik. Schritt für Schritt entschlüsselt Carson die Rätsel des „Motels der Mysterien“.

Humorvolle Beschreibung

David Macaulay beschreibt humorvoll, welche Spuren die heutige Zivilisation wohl hinterlässt und wie künftige Forscher diese Relikte fehldeuten könnten. Am Ende heißt es nämlich: Irren ist menschlich.

Macaulay hat fünf Studienjahre in Italien verbracht und währenddessen Rom, Herculaneum und Pompeji gezeichnet. Er wurde vor allem durch seine Kinder- und Jugendbücher zu archäologischen und kunsthistorischen Themen berühmt, die vielfach ausgezeichnet sind, unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis.

Einzigartige Signierung

In seinem Vortrag in Haltern gibt er nicht nur einen Überblick über Story und Zeichnungen des Buches „Motel der Mysterien‘“, sondern beschreibt auch die Entstehung des Buches. Im Anschluss signiert er Bücher mit persönlicher zeichnerischer Widmung. Der Eintritt ist frei.

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