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Waldboden muss nach Brand der Phosphorbombe entsorgt werden

hzNach dem Bombenfund

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat die Fundstelle an der Weseler Straße untersucht. Mehrmals sind winzige Fundstücke der Bombe in Brand geraten.

Haltern

, 09.08.2018 / Lesedauer: 2 min

Der Boden an der Fundstelle der Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg muss komplett ausgekoffert und entsorgt werden. Nahe der B 58 hatte am Mittwoch ein Waldarbeiter mit einer Fräse die Bombe beschädigt, die daraufhin in Brand geriet (wir berichteten).

Am gestrigen Donnerstag waren zwei Mitarbeiter der Außenstelle Münster des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD) des Regierungsbezirks Arnsberg vor Ort. Mit einem Detektor untersuchten sie den Boden Zentimeter für Zentimeter, um weitere Reste des Bombeninhalts und der Metallhülle ausfindig zu machen, die die Fräse beim Mulchen des Bodens zerstört hatte.

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„Die Flüssigkeit in diesem Bombentyp enthält weißen Phosphor, der Feuer fängt, wenn er mit Luft in Berührung kommt“, erläuterte Horst Schöwe vom KBD. Mehrmals schlug der Detektor an, Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Lippramsdorf, die vor Ort eine Brandwache eingerichtet hatten, harkten den Boden durch, um weitere Teile an die Oberfläche zu befördern.

Feiner Rauch steigt von den Bombensplittern auf

Mehrmals gerieten kleine Teile in Brand. „Dann steigt ein feiner Rauch auf, etwa wie von einer Zigarette, die gerade entzündet worden ist“, sagt Horst Schöwe. „Der Waldarbeiter, der die Fundstelle mit Erde bedeckte hat absolut richtig gehandelt.“

Gegen Mittag übergab er die Fundstelle wieder in die Zuständigkeit der städtischen Ordnungsbehörden. Werner Schulte, Leiter der Halterner Feuerwache beschrieb das weitere Vorgehen: „Der Boden muss jetzt schnell ausgekoffert und fachgerecht entsorgt werden. Wir müssen klären, wann das möglich ist, davon hängt auch ab, ob wir noch weiterhin die Fundstelle überwachen müssen.“

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