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Botschaften des Herzens

HATTINGEN Graffiti an Autobahnbrücken, Handys und Internetchats haben heute wohl die altmodischen Wege, Botschaften des Herzens mitzuteilen, abgelöst. Die Ausstellung "Liebe.komm" in der Henrichshütte Hattingen ist der Kommunikation von Paaren gewidmet.

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Goethe und die Liebe: Ein Besucher betrachtet eine frühe Ausgabe der "Leiden des jungen Werthers" Foto Schöler

Im Gesellschaftsbrettspiel "Amor und die Herzen" ging es anno 1920 um die Liebe. Foto LWL

Die Wanderausstellung des Frankfurter Museums für Kommunikation dokumentiert Versuche, wie Liebende ihre Gefühle seit Jahrhunderten in eine mitteilbare Form bringen.

Mit allen Sinnen erleben soll der Besucher seinen Weg durch 250 Jahre Liebesgeschichte, idealtypisch aufgebaut nach den verschiedenen Stationen, die jede Beziehung durchläuft. Geschärft werden die Sinne bereits beim Betreten des roten, geschlossenen Raumes, der traditionelle Liebesgaben von vom Ende des 19. Jahrhunderts beherbergt. Symbolträchtige Objekte in Herzform oder roter Farbe zeugen von den frühen Betörungsversuchen.

  Die ersten Sekunden entscheiden

  Gibt es die Liebe auf den ersten Blick wirklich? Kommunikation läuft zuerst über Sinnesorgane. Gesichter in blitzschnellen Videosequenzen auf Bildschirmen bitten den Besucher im "Dschungel des Unbewussten", mit ihm durch die Ausstellung zu ziehen. Die ersten Sekunden eines Zusammentreffens sind bekanntlich die entscheidenden. Das gilt auch für den Geruch des Anderen. An mehreren aus einem Tisch herausragenden Flakons der Installation "Riechen" können Besucher ihr Unterbewusstsein testen, schließlich entscheidet ganz allein dieses darüber, ob jemand für uns begehrenswert ist oder nicht.

Der Geruch, der jede Liebe tötet

Gerüche wie "animalischer Menschenduft" oder "Ein Geruch, der jede Liebe tötet" jedoch sollten eher mit Vorsicht "genossen" werden. Die Installation "Liebessehnsucht - Begehren und Bekommen" stellt die Entwicklung der Medien dar, die Liebende für ihre Kommunikation in der Vergangenheit und heute wählten. Tischtelefone und optische Telegrafen sind im modernen Zeitalter der SMS Geschichte.  

Industriemuseum Henrichshütte, Werkstraße 31-33: "Liebe.komm - Botschaften des Herzens", bis 20. 01.08, Di -So 10-18 Uhr

    

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Goethe und die Liebe: Ein Besucher betrachtet eine frühe Ausgabe der "Leiden des jungen Werthers" Foto Schöler

Im Gesellschaftsbrettspiel "Amor und die Herzen" ging es anno 1920 um die Liebe. Foto LWL

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