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Daumen drücken für Deutsche

BERLIN Eine prominentere Vorgruppe gab es wohl noch nie. Die "Rolling Stones" kommen heute zur Berlinale. Am Abend eröffnen dann Direktor Dieter Kosslick und Kulturstaatsminister Neumann die 58. Filmfestspiele. Andreas Herholz hat mit Bernd Neumann gesprochen.

06.02.2008
Daumen drücken für Deutsche

Zuständig für die Eröffnung: Kulturstaatsminister Bernd Neuman.

Welchen Stellenwert haben die Filmfestspiele heute?

Neumann: Die Berlinale gehört heute wie Cannes oder Venedig zu den großen internationalen Festivals. Die zehn Tage in Berlin werden wieder ein großes Ereignis, auf das die Film- und Kulturschaffenden in aller Welt blicken werden. Und vor allem: Es ist das größte Publikumsfestival der Welt.

Auch in diesem Jahr mangelt es nicht an Stars. Aber wie steht es um die Qualität des Wettbewerbs?

Neumann: Zunächst: Hier muss man dem Festival-Direktor Dieter Kosslick ein großes Kompliment machen. Er gewinnt die hochkarätigen Stars, die den Wettbewerb glänzen lassen. Es laufen 26 Filme im Wettbewerbsprogramm - darunter 18 Weltpremieren -, das ist ein großer Erfolg. Ein Schwerpunkt liegt bei den Dokumentarfilmen. Martin Scorseses Film "Shine a light" über die Rolling Stones ist nur ein Beispiel dafür - der Film ist ein hervorragender Auftakt. Im Wettbewerb laufen auch zwei deutsche Beiträge...

Weniger als im vergangenen Jahr...

Neumann: Das ist ja auch ein internationaler Wettbewerb und nicht der deutsche Filmpreis... Zwei deutsche Filme, die mit guten Chancen im Wettbewerb laufen, halte ich für angemessen. Auf Doris Dörries "Kirschblüten" und "Feuerherz" von Luigi Falorni bin ich besonders gespannt.

Dennoch: Nur knapp über 20 Prozent der Filme, die hier über die Leinwand flimmern, kommen aus Deutschland.

Neumann: In allen Ländern Europas haben amerikanische Produktionen eine große Dominanz. 2006 waren rund 26 Prozent an deutschen Produktionen schon ein Rekord. Darauf müssen wir aufbauen. Seit 2007 haben wir den Filmförderfonds aufgelegt. Im ersten Jahr standen 60 Millionen Euro zur Verfügung, die 570 Millionen an Investitionen ausgelöst haben - davon 390 Millionen in Deutschland.

Ihr Favorit für den Goldenen Bären?

Neumann: Natürlich drücke ich den beiden deutschen Beiträgen im Wettbewerb die Daumen.