Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Im Kino

„Deadpool 2“ bietet Action und Slapstick

Dortmund Wieviel Comedy verträgt der Superhelden-Film? In „Deadpool 2“ juxt Ryan Reynolds wieder auf Teufel komm raus, macht es aber besser als im Erstling.

„Deadpool 2“ bietet Action und Slapstick

Sie schmieden Pläne: Deadpool (Ryan Reynolds) und sein alter Kumpel Weasel (T.J. Miller, r.). Foto: Twentieth Century Fox

Er meldet sich zurück, der übel verschmauchte Superheld mit dem Lästermaul und den irren Selbstheilungskräften: Deadpool, größter Sprücheklopfer aus dem Marvel-Universum, wieder gespielt von Ryan Reynolds.

Mit 730 Millionen Dollar gab es grünes Licht

Mit dem ersten Film von 2016 wollte die Comic-Fabrik wohl ausloten, wie viel satirische Ironie seine Helden, aber auch die Kinogänger verkraften.

Da wurden alle Hebel von Jux und Persiflage in Bewegung gesetzt, und ein weltweites Einspiel von mehr als 730 Millionen Dollar war die Antwort, die man bei Marvel hören wollte. Dementsprechend gab es grünes Licht für eine Fortsetzung, die diese Woche in den Kinos startet. Inszeniert hat den Stoff David Leitch, Regisseur von „John Wick“ und „Atomic Blonde“, also Action-erfahren.

Fröhlicher Sadismus

Der Prolog von „Deadpool 2“ knüpft nahtlos an den Vorgänger an: Unser Mann stänkert gegen Wolverine, Schnulzen-Pop trifft fröhlichen Sadismus. Deadpool macht einen Haufen Kerle platt und jagt sich aus Kummer selbst in die Luft, bis die Gliedmaßen durch die Gegend purzeln. Keine Sorge, der Bursche ist unkaputtbar. Wenig später plappert er über traurige Liebeslieder von George Michael. Der sei nun leider tot, „aber wir haben ja noch David Bowie!“ Ha-ha.

Ryan Reynolds hat am Drehbuch mitgeschrieben und den Film auch produziert. Sein Deadpool macht sich über Ryan Reynolds lustig, über das Comic-Genre, über Matthew McConaughey, er zitiert Beyoncé und diverse Filme, er redet direkt in die Kamera und kommentiert die Handlung.

Innere Chemie des Films stimmt

So wird der Streifen zum Zwitter aus Kampfspektakel und Comedy-Farce.

Im ersten Teil ging der Schuss nach hinten los: Der Witz klang dermaßen prahlerisch, selbstbesoffen und holzhämmernd, dass man Widerwillen entwickelte, weil man so durchsichtig manipuliert wurde. „Deadpool 2“ ist gewiss nicht leiser als sein Vorgänger, doch die innere Chemie ist besser ausbalanciert, und neben allerlei Rohrkrepierern stehen dann und wann auch Gags, die zünden.

Berserker der Zukunft

Aus den Tiefen von Raum und Zeit naht ein Berserker (Josh Brolin), der in der Gegenwart landet, um die Zukunft zu retuschieren, ganz wie einst der „Terminator“. Er will einem jungen Mutanten ans Leder, Feuerfaust genannt. Deadpool, die schöne Domino (Zazie Beetz) und der stählerne Colossus haben etwas dagegen.

Es kracht, es scheppert, Leute werden zerrupft. „Hoffentlich haben sie das in Zeitlupe?“, fragt Deadpool, der Scherzkeks. Sie haben – in einem wüsten, aber unterhaltsamen Mix aus Slapstick und Radau-Action.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Dortmund Junge trifft Mädchen – die älteste Geschichte der Welt. Edward stolpert im Film „Am Strand“ in eine Versammlung von Anti-Atom-Aktivisten, als sein Auge auf Florence fällt. Bei beiden ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch die Beziehung bekommt auf tragische Weise einen Knacks. Getragen wird der Film von fabelhaft guten Darstellern.mehr...

Essen Nach der Jubiläumsspielzeit 2017/18, die unter dem Motto „Wer zahlt die Zeche?“ steht, ist das Motto des Grillo-Theaters Essen in der Saison 2018/19 „Alles umsonst“. Allerdings nicht mehr bezogen auf den Bergbau, sondern auf Entwicklungen in Europa und der Welt. Es gibt auch eine Uraufführung.mehr...

Ein Buch über seine Großmutter hat Thomas de Padova verfasst und schlicht „Nonna“ genannt. Der Autor verbrachte seine Sommerferien immer im Geburtsort seines Vaters, in einem Küstendorf in Apulien – und so ist sein lesenswertes Buch auch ein bisschen Reiseführer.mehr...

Ich gebe zu, anfangs hatte ich meine Probleme mit diesem historischen Roman. Denn Helene Sommerfeld, so das Pseudonym eines Autorenpaares, beginnt ihre zweiteilige Geschichte über die Ärztin Ricarda doch recht schwülstig und mit ausschweifenden Schilderungen. Aber dann nimmt im ersten Band „Die Ärztin: Das Licht der Welt“ die Geschichte Fahrt auf.mehr...

Bochum Die Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp hat die schottische Pop-Band „Young Fathers“ am Donnerstag wieder zu deren ursprünglich geplanten Konzert für den 18. August eingeladen. Vor einer Woche hatte sie die Musikgruppe ausgeladen, da diese sich nicht von der Kampagne „Boycott, Divestment and Sanctions“ (BDS) distanziert hatte. Für ihre Entscheidung erntet die Intendantin Kritik.mehr...

Dortmund Beim „Tag der Architektur“ gibt es einen Neubau der besonderen Art zu sehen. Neben Neubauten von Wohn-, Büro- oder Industriegebäuden können die Besucher am Samstag und Sonntag (23./24. Juni) auch architektonisch interessante Gärten und Parks besichtigen, die sonst zum Teil nicht zugänglich sind.mehr...