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Der neue „Starlight Express“ hat Frauenpower

Andrew Llyod Webber war nach der Premiere glücklich

Nach 30 Jahren hat Andrew Lloyd Webber sein Rollschuh-Musical umgekrempelt. Das Premierenpublikum staunte über ganz neue Elemente und Songs.

Bochum

, 13.06.2018
Der neue „Starlight Express“ hat Frauenpower

Mama Lok (Reva Rice) macht Dampflok-Sohn Rusty (Blake Patrick Anderson) Mut: „Glaub an Dich, dann wirst Du gewinnen“, ist die Botschaft des Musicals. © Jens Hauer

Frauen sind jetzt die Zugnummern im neuen „Starlight Express“. Auf den Tag genau 30 Jahre nach der Premiere des Musicals von Andrew Lloyd Webber in Bochum feierte die von dem 70-jährigen Komponisten gründlich runderneuerte Show eine umjubelte Premiere in der Bochumer Starlight-Halle.

Die 1700 geladenen Gäste, darunter Prominente wie Daniela Katzenberger und Hans Meiser, feierten das rasante Rollschuh-Musical mit Ovationen.

Mama Lok ist ein Publikumsliebling


Noch schneller, noch spektakulärer und noch rockiger ist die überarbeitete Fassung. Und sie gibt sich emanzipiert: Frauen sind jetzt nicht mehr nur als Speise- und Schlafwagen die Anhänger der starken, männlichen Loks – sie fahren vorneweg.

Als „Mama Lok“ statt „Papa Lok“ und als neue französische Schnellzügin Coco. – Klar trägt sie die (Chanel-) Nummer 5.

Eine Erste-Klasse-Besetzung

Mit Reva Rice als Mama Lok, Mutter von Dampflok-Publikumsliebling Rusty, hat das Musical eine Erste-Klasse-Besetzung, die vom Premierenpublikum euphorisch gefeiert wurde.

Sie ist neben Rusty eine der neuen Publikumslieblinge im 26-köpfigen Cast. Stimmstark, mit Gospelfarben in der großen Rockröhre ermuntert sie ihren Sohn liebevoll, an sich und seine Stärken zu glauben.

Neue Technik überwältigt

Und mit Hilfe eines göttlichen Schnellzugs, des „Starlight Express“, schafft Rusty schließlich das, was unmöglich scheint und gewinnt gegen die Kraftprotz-Loks das alles entscheidende Wettrennen bei der WM der Züge.

Da sieht man auch, dass die Produktionsgesellschaft für die neue „Starlight“-Ära viel Geld in neue Technik investiert hat: Unterm funkelnden Sternenzelt schöpft Rusty Mut – ein optisch überwältigender Moment der Show.

Die Musik klingt knalliger und rockiger

Knallig klingt Webbers Musik nun auch dank eines neuen Soundsystems, mit dem die Zahl der Lautsprecher verdoppelt worden ist. Und auch die Arrangements sind rockiger und härter als früher und erinnern mehr an Webbers 14 Jahre zuvor komponiertes Musical „Jesus Christ, Superstar“.

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Viel besser als früher hört man nun, wie vielseitig die Musik des Briten stilistisch mit Rap- und Hiphop-Einlagen ist.

Frauen singen den neuen Song „Ich bin ich“

Einen neuen Song – einer mit dem Zeug, ein Ohrwurm zu werden – hat das Musical jetzt auch: „Ich bin ich“ hat der 70-jährige Webber auch für die starken, selbstbewussten Frauen der Show geschrieben: für die drei Anhänger-Wagen und Pearl, Rustys Freundin.

Noch mehr Tempo und ein überglücklicher Komponist


Bombastischer wirkt der neue „Starlight“, und er scheint auch noch mehr Tempo zu haben – obwohl die Rennen der E- und Dieselloks über Rampen, durch Tunnel und über die Gleise an den Zuschauertribünen immer schon rasant waren.

Beim Schlussjubel umarmte Andrew Lloyd Webber auf der Bühne zuerst seine neue „Mama Lok“. „Dies ist ein neuer Starlight – für eine neue Generation“, sagte der Komponist: „Und darüber freue ich mich noch mehr als über den Tony, den ich am Sonntag für mein Lebenswerk bekommen habe.“

Termine: Täglich außer Montags, Starlight Express Theater Bochum, Stadionring 24, Karten: Tel. (01805) 2001. oder hier.