Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

"Diamant" über Tage

BOCHUM Der Name war schnell gefunden: Ein "Schwarzer Diamant" wird neben dem Deutschen Bergbau-Museum viel Platz für Sonderausstellungen bieten.

von Von Ronny von Wangenheim

, 12.06.2008
"Diamant" über Tage

ie ein schwarzer Diamant wird der Erweiterungsbau (r.) neben dem Deutschen Bergbau-Museum aussehen.

Gestern setzten Bochums Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz, Evonik-Vorstandsmitglied Ulrich Weber und Museumsdirektor Rainer Slotta die ersten Spatenstiche für den Erweiterungsbau. Das Bergbaumuseum, schon jetzt mit 500 000 Besuchern eines der bestbesuchtesten Museen Deutschlands, wird durch den schwarzen Bau noch attraktiver.

Vor allem Sonderausstellungen mit internationalen Themen werden ab 2010 auf 1800 qm Fläche zu sehen sein. Die ersten Exponate für das neue Haus stehen schon fest: Der Spaten mit dem goldenen Blatt, der gestern zum Einsatz kam, und der Zeremonialhammer, der bei der Grundsteinlegung im Herbst verwendet wird.

Wahrzeichen Bochums

OB Scholz nannte das Bergbaumuseum ein Wahrzeichen Bochums, das mit seinem Museum und den Forschungseinrichtungen für Vergangenheit und Zukunft stehe. Dem Erweiterungsbau komme vor allem mit Blick auf die Kulturhauptstadt 2010 eine große Bedeutung zu. Auch Ulrich Weber, der als Vertreter des Bergbaus beim ersten Spatenstich sprach, betonte den hohen Anspruch, den das Bergbau-Museum mit seinen Forschungen weltweit und national erfülle.

Vier Millionen Euro wird der Bau kosten, der gemeinsam von Bund, Land, Stadt und Bergbau finanziert wird. Die Architekten haben ihn als ein großes Schnittmodell des Bergbaus entworfen. "Als ob wir einen Stollen aus der Erde nach oben geholt hätten", beschreibt Architekt Markus Sporer den Entwurf: "Bergbau soll sinnlich erlebbar gemacht werden". Nach außen ist das Stollensystem komplett verglast, so dass man die Besucher in den in leuchtendem Orange gehaltenen Gängen beobachten kann.

Steinkohlebergbau

Die erste Ausstellung ist eine Verneigung vor der Vergangenheit - und könne, so Slotta, angesichts explodierender Energiekosten auch auf die Zukunft hinweisen. "Steinkohlebergbau nach 1945 im Ruhrgebiet" wird 2010 eröffnet. Danach wird das Deutsche Bergbau-Museum präsentieren, was die Bundesknappschaft als ältestes Versicherungsunternehmen in seiner immerhin 750-jährigen Geschichte erlebt und bewegt hat.