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Freiraum für jugendliche Fiktion vom Pott

NRW Ein Theaterprojekt für Kinder und Jugendliche zur Kulturhauptstadt 2010 nimmt langsam aber sicher konkrete Formen an. Es trägt den Namen "pott-fiction" und soll dem Nachwuchs im Pott Freiraum geben, in Zusammenarbeit mit jungen bekannten Künstlern Themen aus der Region zu behandeln. Zum großen Finale im Sommer des Kulturhauptstadtjahres soll ein Festival mit sieben Produktionen stehen.

von Von Michael Billig

, 17.06.2008
Freiraum für jugendliche Fiktion vom Pott

Andreas Gruhn, Leiter des Kinder- und Jugendtheaters Dortmund.

"Wir haben von der RUHR.2010 GmbH eine Zusage", sagte Andreas Gruhn, Leiter des KJT Dortmund, gegenüber unserer Zeitung. Damit sei die Finanzierung zumindest teilweise sichergestellt. Insgesamt 650 000 Euro veranschlagt er für das Kooperationsprojekt, an dem mit Dortmund, Hamm, Castrop-Rauxel, Oberhausen, Herne, Gelsenkirchen und Bochum sieben Kinder- und Jugendtheater beteiligt sind.

Jedes Haus werde sich mit einem anderen Bereich beschäftigen, Dortmund beispielsweise mit Wirtschaft, Oberhausen mit Wohnen. "Mit Absicht sind die Themen so offen. Die Jugendlichen sollen ja selber etwas entwickeln", sagte Gruhn.

Mit Graffiti-Künstlern, Tänzern, Schauspielern und Rappern

Der Auftakt soll nächstes Jahr im Sommer gemacht werden - mit einem zweiwöchigen Camp rund um das Consol Theater Gelsenkirchen. Rund 200 Teilnehmer werden erwartet. Darunter auch Experten in Sachen Kreativität, die den Jugendlichen Anregungen und Hilfe bei der Umsetzung ihrer Ideen geben können. Angefragt sind unter anderem die ungarischen Tänzer Ákos und Mimi Hargitay, das Künstler-Duo Bankleer aus Berlin, der britische Graffiti-Künstler Banksy, der deutsch-türkische Rapper Kool Savas und der britische Schauspieler Lee Beagly.

In einer zweiten Phase ist geplant, die Ideen und Themen weiter zu entwickeln. An jedem Haus soll eine Produktion entstehen, die pünktlich zur Spielzeit 2009/10 auf die Bühne kommt.