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Goldener Bär für "Tropa de Elite" aus Brasilien

BERLIN Die 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin sind mit einer überraschenden, auch mutigen Entscheidung zu Ende gegangen: Die Jury kürte das umstrittene brasilianische Drama "Tropa de Elite" zum Gewinner des Goldenen Bären.

von Von Patrick Wildermann

, 17.02.2008
Goldener Bär für "Tropa de Elite" aus Brasilien

Küsschen für den Goldenen Bären: Der brasilianische Regisseur Jose Padilha (l.) mit seiner Schauspielerin Maria Ribeiro und seinem Produzent Eduardo Constantini Jr. bei der Berlinale 2008.

José Padilhas Film, der in Brasilien gar das Parlament beschäftigte, wurde auch auf der Berlinale von einigen Kritikern als "faschistoid" beschimpft. Ein Vorwurf freilich, der die Aussage des Films mit dem verwechselt, was er zeigt. "Tropa de Elite" spielt in den Armenvierteln von Rio, wo eine als integer geltende Spezialeinheit innerhalb der korrupten Polizei unerbittlich gegen die örtlichen Drogenbanden vorgehen soll. Der Regisseur glorifiziert die Truppe mit dem Totenkopf-Emblem jedoch nicht. Sein von hartem brasilianischen Rap getriebenes Werk zeigt durchaus den zwiespältigen Charakter dieser Elite-Einheit. Ein würdiger Gewinner.

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