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Kundrys Kuss und der Verrat an Jesus

DORTMUND / BOCHUM So spannend wie einzigartig ist das Projekt, mit dem der Bochumer Generalmusikdirektor Steven Sloane am 9. März (16 Uhr) im Konzerthaus Dortmund Weltpremiere feiert: Zwischen die beiden Teile von Bachs „Matthäuspassion“ stellt er (konzertant) den 2. Akt, die „Zaubergarten-Szene, aus Wagners Karfreitagsoper „Parsifal“.

von Von Julia Gass

, 22.02.2008

Gemeinsamkeiten der beiden Monumentalwerke spüren die Bochumer Symphoniker nach. In beiden Werken geht es um Schuld, Sühne und Erlösung, aber auch um Macht und Liebe. In der Matthäuspassion küsst Judas Jesus beim letzten Abendmahl bevor er ihn verrät – Kundry verflucht Parsifal nachdem sie ihn geküsst hat.

Aufführung in Starbesetzung

In der Leitmotivtechnik sieht Sloane eine weitere Gemeinsamkeit: So setzt der Bach-Verehrer Wagner einen besonderen Streicherklang in der Jesus-Musik ein. Und die Passion und der Parsifal sind in einer Rezitativ-Arioso-Form komponiert. Die Idee zu dem besonderen Projekt hatte Sloane vor zwei Jahren, mit dem Dortmunder Konzerthaus-Intendanten Benedikt Stampa  hat er sie nun realisiert.

  Die viereinhalbstündige Aufführung erklingt in Starbesetzung, mit Wagner- bzw. Bach-Spezialisten, u.a. Clifton Forbis (Parsifal), Doris Soffel (Kundry) und Marcel Beekman (Evangelist).