Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Buchkritik

Laetitia Colombani: „Der Zopf“

Für einen geflochtenen Zopf braucht es drei Strähnen – und aus drei Geschichten besteht auch Laetitia Colombanis hübscher Roman „Der Zopf“. Das Haargeflecht ist es, welches die drei Frauenschicksale auf drei Kontinenten miteinander verbindet.

Laetitia Colombani: „Der Zopf“

Im Wechsel lernt der Leser die Geschichte dieser drei starken Frauen kennen. Da ist Smita, eine Unberührbare in Indien, die für ihre kleine Tochter ein besseres Leben ersehnt. Am Ende einer beschwerlichen Reise opfert sie ihren Zopf dem Gott Vishnu.

In Italien, genauer auf Sizilien, droht – wegen Echthaar-Mangel – die Perückenmanufaktur zu schließen. Ausgerechnet jetzt liegt Giulias Papa im Koma. Doch die junge Frau beschließt, Haare aus Indien zu importieren.

Im kanadischen Montreal wiederum erkrankt die erfolgreiche Anwältin und Alleinerziehende Sarah an Krebs. Dank einer aus Sizilien importierten Perücke aus indischen Haaren schöpft sie wieder Lebensmut.

Laetitia Colombani: Der Zopf, 282 S., S. Fischer, 20 Euro, ISBN 978-3-10-397351-8.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Dortmund Mit einem Einspiel-Ergebnis von mehr als 1,3 Milliarden Dollar war „Black Panther“ ein titanischer Kinohit für die Comic-Schmiede Marvel und den Mutterkonzern Disney. Erstaunlich, weil der Film bloß Hausmannskost entlang der Superheldenformel bot, wenn auch mit Afrikanern und Afroamerikanern. Mit „Avengers – Infinity War“ holt Marvel zum nächsten Streich aus.mehr...

Essen Die Ruhrtriennale ist im Anflug. Am 9. August landet sie symbolisch mit einem begehbaren Flugzeug-Kunstwerk auf dem Festival-Campus an der Bochumer Jahrhunderthalle. Eine von vielen neuen Ideen.mehr...

Schloss Strünkede

Fassade aus Jute wird kommen

Herne Bei der documenta wurde der Künstler Ibrahim Mahama zum internationalen Star. Für die Ausstellungsreihe „Kunst und Kohle“ verhüllt er jetzt in Herne ein ganzes Schloss – vorab gab es aber rechtliche Hürden und auch Kritik.mehr...

Herne Mit dem Projekt „in flaggranti – Piratenflaggen unserer Zeit“ wollen 25 Kunstschaffende aus dem Ruhrgebiet die moderne Piraterie entlarven. Dabei sehen sie sich selbst als Piraten.mehr...