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Buchkritik

Matt Haig: „Wie man die Zeit anhält“

Matt Haig hat mit „Wie man die Zeit anhält“ einen ungewöhnlichen Unterhaltungsroman verfasst.

Matt Haig: „Wie man die Zeit anhält“

Tom Hazard ist 439 Jahre alt, sieht aber aus wie 40. Er gehört zu einer Gruppe von Menschen, die nur sehr langsam altern. Die meisten von ihnen sind Mitglieder einer Gesellschaft, deren Boss die eiserne Regel „Du darfst nicht lieben“ ausgibt.

Denn eine solche Liebe zu einem Normalsterblichen, den „Eintagsfliegen“, müsste erstens unweigerlich traurig enden und könnte zweitens dazu führen, dass die Tarnung der Langlebigen auffliegt. Alle acht Jahre müssen sie ihre Identität aus Angst vor Entdeckung wechseln.

Tom verliebt sich trotzdem

Unser Held Tom war und ist natürlich dennoch verliebt: Anfang des 17. Jahrhunderts in Rose, der er viele Jahrhunderte nachtrauert, und in der Gegenwart in Camille, die seinem Geheimnis auf die Spur kommt...

„Wie man die Zeit anhält“ ist ein guter Unterhaltungsroman, den man schnell weglesen kann, der aber zwischendrin auch seine Längen hat – wenn Tom allzu lange seiner Rose nachtrauert, ansonsten aber wenig passiert.

Gegen Ende wird´s kitschig

Zum Ende hin wird‘s etwas kitschig, und der durchaus positive Ersteindruck wird ein wenig getrübt.

Letztlich nicht allzu überraschend sind die Gesamtaussagen des Romans, „Carpe Diem!“, also: Lebe in der Gegenwart! Lebe nicht in ständiger Angst! Liebe!

Matt Haig: Wie man die Zeit anhält, 384 S., dtv, 20 Euro, ISBN 978-3-4232-8167-6.

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