Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Friedensplatz

Micro-Festival verzaubert drei Tage lang die Stadt

DORTMUND Das Dortmunder Micro-Festival hat einen guten Ruf - das beweist auch das Programm, das Organisator Michael Hoppe für das letzte Ferienwochenende auf die Beine gestellt hat. Die Künstler kommen aus verschiedenen Teilen der Welt. Und werden Dortmund für einige Tage ein anderes Gesicht geben.

Micro-Festival verzaubert drei Tage lang die Stadt

Magische Momente, Musik aus Afrika, Gipsy-Sound und Straßentheater mitten in der Innenstadt. Das ist das Micro Festival 2012!

16 Ensembles der internationalen Weltmusik- und Straßentheater-Szene aus 14 Nationen treten am letzten Ferienwochenende auf dem Friedensplatz auf. „Unser Anspruch ist auch in diesem Jahr, ausgefallene Gruppen mit hohem Niveau zu präsentieren, die man in unserer Region noch nicht gesehen hat“, sagte Hoppe bei der Vorstellung des aktuellen Programms.

Das Angebot des Micro-Festivals kann sich auch in diesem Jahr sehen lassen: Von skurrilen Comedy-Nummern über Stelzen-Performances und Tanztheater bis hin zu ethnisch gefärbter Musik aus der Türkei, Ungarn, Rumänien, Mali oder Tunesien decken die auftretenden Künstler eine große Bandbreite ab. So erwartet die Besucher am Festivalfreitag beispielsweise die Tanzperformance „Heart Wash“ der Spanierin Cia Mar Gomez, in der sie mit Witz, Temperament und einer Waschmaschine die Beziehung von Frauen und Männern beleuchtet. Abends bringen Fanfare Ciocarlia die Seele und Spielfreude der Roma-Musik auf die Bühne: Die als schnellste Hochzeitskapelle der Welt geltende Band aus Rumänien kann auf 1400 Konzerte in 16 Jahren zurückblicken und sorgte schon in Fatih Akins Film „Gegen die Wand“ für die passende musikalische Untermalung.

Samstags verspricht der Auftritt der Compagnie DAAD ein besonderes Erlebnis: Unter dem Titel „La Cuisine Macabre“ entführen die Künstler in die Zeit der Wegelagerer und bizarren Jahrmarktattraktionen. Abends folgt mit der Compagnia Teatrale Corona einer der Höhepunkte des Festivals: Die italienischen Künstler erzeugen mit Licht, Schatten, Wasser und Musik die Illusion einer Unterwasserwelt auf dem Friedensplatz. Am Sonntag kommen vor allem Familien auf ihre Kosten, und das nicht nur beim Kindertheater Wundertüte. Auch die vier finnischen Musiker von Sväng liefern abenteuerliche Unterhaltung für jedermann – und zwar nur mit Mundharmonikas.

Sylke Herberholt vom Kulturbüro schätzt neben dem Programm auch die eigene Atmosphäre des Festivals: „Wir haben eine treue lokale Fangemeinde“, sagte sie. „Es ist wie ein Nachbarschaftstreff, es herrscht eine ganz besondere Stimmung. Bei uns kann man Kultur ganz entspannt genießen.“

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Berlin Mit Christian Petzolds „Transit“ findet der Berlinale-Wettbewerb einen ersten Höhepunkt. Der Regisseur verlegt einen Roman von Anna Seghers beklemmend selbstverständlich in die Gegenwart. mehr...

Maurizio de Giovanni lässt in „Frost in Neapel“ Polizist Lojacono bereits in seinem vierten Fall in der Stadt am Fuße des Vesuvs ermitteln. Im kältesten Winter seit Jahrzehnten wird in der Stadt am Mittelmeer ein Geschwisterpaar umgebracht.mehr...

„A ist für Alma, zum Sturze ward ihr Lauf. B steht für Bruno, den fraßen Bären auf. C steht für Claire, die an Schwindsucht verblich.“ So beginnt „Das kleine ABC vom Unglück“, mit dem Edward Gorey ein Büchlein zusammengestellt hat, das vor düsterer Ironie nur so trieft.mehr...

Die Gäste der Eröffnungsfeier

Das trägt die Berlinale

Berlin Vom klassischen weißen Kleid über die Glitzer-Robe bis zu Turnschuhen war bei der Eröffnung der Berlinale am Donnerstag jeder Stil auf dem roten Teppich vertreten. Keine Spur von schwarzer #MeToo-Anteilnahme?mehr...

BERLIN Kein Bär in der Prärie: Am ersten Wettbewerbstag der Berlinale verblüfft der Ex-Vampir Robert Pattinson in einem schrägen Western mit Zwergpony. „Damsel“ ist zugleich der erste Beitrag des Festivals zur MeToo-Debatte.mehr...