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Tanztheater: Abschied von Henrietta Horn

BOCHUM Auf der Bühne: sieben junge Menschen, frontal zum Publikum. Strenge Haltung, starrer Blick. Rhythmisches Summen geht über in Skandieren, Schreien. Eine vokale Performance? Nein, der Abschied der Mitglieder des Folkwang Tanzstudios von ihrer künstlerischen Leiterin Henrietta Horn, die in diesem Sommer nach neun Jahren aufhört. "Ablicht" heißt diese letzte gemeinsame Arbeit, uraufgeführt am Freitagabend in der Reihe "tanz.Bo" in den Kammerspielen des Bochumer Schauspielhauses.

Tanztheater: Abschied von Henrietta Horn

Szene aus "Ablicht".

Henrietta Horn lichtet ihre Tänzer darin gleichsam ab, nicht nur als Team in der überlangen statischen Anfangssequenz, sondern dann auch in Soloeinlagen und einem kämpferischen Pas de deux, bei denen unterschiedliche tänzerische Vorlieben und Stärken zum Ausdruck kommen. Marcela Ruiz Quintero etwa zeigt geschmeidig-runde Bewegungen, die in absolutem Energiefluss mit dem Boden als Partner verschmelzen wollen. Kim Sokolowski kontrastiert in Größe, Geschlecht, strengem Anzug und mit eckigeren Körperäußerungen. Ines Fischbach lässt ihr gelöstes Haar als Improvisationspartner fliegen, benutzt es als Schutzmaske, als Vorhang. Energetische Ensembles runden die bunte Tanz-Etüde ab.

Als Horn-Klassiker gab's dazu ihren raffiniert choreografierten "Auftaucher" von 2001. Entwickelt aus einem einfachen perkussiven Grundmuster, zeigten die zehn Tänzerinnen und Tänzer hier - stimmungsvoll beleuchtet von Reinhard Hubert - mit Körper, Stimme und Handrasseln zwischenmenschliche Beziehungen zwischen Lethargie, Aggressivität und Lebensfreude.

Brillante Einzelleistungen summierten sich zum mitreißenden Ganzen: Eine Super-Visitenkarte für Henrietta Horn und "ihr" Folkwang Tanzstudio!

 Termine: 15./ 16.8., Essen, Folkwang Hochschule, Karten: Tel. (02 01) 4 90 32 31.

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