Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

So gefällt Reinhold Messner die Ausstellung im Gasometer

Das Interview

Eine umgekehrte Skulptur des Matterhornes ist Teil der Ausstellung „Der Berg ruft“ im Gasometer in Oberhausen. Mit diesem Gipfel verbindet Reinhold Messner eine persönliche Erinnerung.

Oberhausen

, 18.05.2018
So gefällt Reinhold Messner die Ausstellung im Gasometer

Der Extrembergsteiger vor der Matterhornskulptur Foto: Stübler

Herr Messner, wie gefällt Ihnen die Ausstellung im Gasometer?

Ich bin begeistert – nicht nur vom Matterhorn. Bilder in dieser Größe sind nirgendwo zu haben und zu sehen. Es ist ein großes Problem, Berge darzustellen, weil die Berge unendlich viel größer sind als wir Menschen. Entweder macht man sie ganz klein und gibt den Menschen eine Hilfe mit, dass sie einigermaßen begreifen können, wie groß die Berge sind.

Hier in Oberhausen kann man sie aber in einer Größe darstellen, die mehr oder weniger Aha-Effekte auslöst. Es gibt keinen anderen Raum, zumindest nicht in Europa, der das erlaubt.

Was sagen Sie zur Matterhorn-Skulptur als Mittelpunkt der Ausstellung?

Dass man hier das Matterhorn gewählt hat, ist logisch. Dass man es auf den Kopf gestellt hat, war notwendig. Sie können es ja nicht einfach hereinstellen: Da stehen Sie unten und sehen gar nichts. Und so haben Sie einen ganz eigenen Blick auf die Sache. Und dann haben Sie den Tiefblick von oben und sehen wirklich runter. Sie können den Kopf hochstrecken und können runterschauen.

Welche persönliche Erinnerung haben Sie an diesen Berg?

Mein schönstes Erlebnis oder mein härtestes war die Matterhorn-Nordwand mit Peter Habeler. Wir sind zwar in wenigen Stunden hochgestiegen, aber bei einem Wettersturz, wie ich ihn selten erlebt habe – mit Blitz und Hagel. Wir sind mehr oder weniger zum Gipfel geflogen, um dann irgendwie wieder herunterzukommen.

Aber ich bin eigentlich auch 1865 auf den Matterhorn-Gipfel gestiegen, denn ich habe 150 Jahre nach der Erstbesteigung diesen ersten Zugang aufgearbeitet. Durch die Recherche bin ich sozusagen mit diesen Menschen hochgestiegen. Ich kann fast jeden Schritt der Bergsteiger nachweisen.

Jetzt lesen