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Das Sportporträt

Clara Künsken ist im Wasser in ihrem Element

HALTERN . Seitdem die 14-jährige Clara Künsken vor rund zehn Jahren das erste Mal ins Becken gesprungen ist, ist sie aus dem Wasser nicht mehr wegzudenken. Ihr Leben dreht sich um den Schwimmsport. Wie erfolgreich sie den betreibt, zeigte sie bei den NRW- Meisterschaften in Dortmund.

Clara Künsken ist im Wasser in ihrem Element

Clara Künsken schwimmt am liebsten die Kurzdistanz über 50 Meter. „Dann bin ich schneller fertig“, sagt die 14-Jährige. Trotzdem verbringt sie große Teile ihrer Freizeit lieber im Wasser, als auf dem Lande.

„Ich schwimme am liebsten die Kurzdistanz über 50 Meter, da bin ich schneller fertig“, sagt die Halterner Nachwuchsschwimmerin mit einem Lächeln im Gesicht. Schnell fertig war sie auch im Dortmunder Südbad bei den NRW-Meisterschaften, als sie mit der Topzeit von 29,44 Sekunden über diese Distanz das Rennen gewann.

„Musste gerettet werden“

Die Schülerin des Halterner Joseph-König-Gymnasiums ist schon seit dem vierten Lebensjahr immer im Wasser. Sie erinnert sich noch gut an das erste Mal im Schwimmbad: „Ich bin einfach so rein gesprungen und musste dann gerettet werden.“ Seitdem ist sie dem Wasser treu geblieben und durchlief alle Schwimmkurse. Vier Jahre später trat sie in den Schwimmverein Haltern ein und schaffte schnell den Sprung nach oben.

Zu ihrer Überraschung durfte Künsken direkt mit der Mannschaft in ein mehrtägiges Trainingslager nach Übach-Pallenberg fahren. „Schon damals zeigte sich ihr besonderer Wesenszug, die Ausdauer“, sagt ihre Trainerin Nadine Urbanek. Selbst nach 10 x 200 Meter Delfin tauchte Künsken bei den Trainern auf und fragte: „Können wir weitermachen?“

Urbanek stellt Training zusammen

Urbanek stellt Ihr die entsprechenden Trainingspläne zusammen, die Künsken mit Begeisterung angeht. So stehen zum Beispiel zuerst Sprints über 25 Meter, dann über 100 Meter und zuletzt zum Eingewöhnen die eigentliche Wettkampfstrecke über 50 Meter auf dem Trainingsplan.

Künsken spult dieses Programm dreimal pro Woche ab und verdoppelt ihren Einsatz etwa einen Monat vor einem Wettkampf noch mit drei zusätzlichen privaten Einheiten. „Am Anfang war das schon heftig, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt“, sagt sie. Dazu kommen noch Konditionstraining und Laufeinheiten.

Kurz erschrocken

In diesem Jahr wurde für NRW-Meisterschaft die Qualifikationszeit auf der 50-Meter-Freistilstrecke mit 30,5 Sekunden festgeschrieben. Bereits die erste Möglichkeit nutzte Clara und schlug schon nach 29,78 Sekunden an. Einen Monat später wurde es dann erneut ernst, als sich im Dortmunder Südbad am 7. Mai die NRW-Elite traf, um ihre Meister auszuschwimmen. Als Künsken mit Trainerin Urbanek die Vorhalle betrat, war sie ein wenig aufgeregt.

Die Wartezeit nutzte die Schwimmerin für ein lockeres Warmhalten und beobachtete dabei die anderen Sportler. „Die können schon was“, dachte sie sich.

Adrenalinpegel gestiegen

Fünf Minuten vor dem Start durfte sie dann die ausgewiesene Aufwärmzone betreten. „Als ich hinter dem Startblock Aufstellung nahm, stieg mein Adrenalinpegel doch noch um einiges an“, sagt sie. Beim Startkommando erschrak sie sogar noch ein wenig, aber beim Eintauchen ins Wasser war das vergessen. Sie ging den ersten Teil schnell an, musste diesem hohen Anfangstempo dann zur Mitte hin etwas Tribut zollen, konnte aber hinten raus noch einmal beschleunigen.

Beim direkten Blick zur Uhr stand hinter ihrem Namen die Topzeit von 29,44 Sekunden. In diesem Moment fiel die ganze Anspannung von ihr ab. „Der Start hätte besser sein können und in der Mitte war ich etwas zu langsam“, analysierte sie. Mit dieser Leistung hat sie sich den Startplatz für die nächsten NRW-Meisterschaften im Dezember gesichert. Neben ihrem eigenen Training kümmert sich die 14-Jährige um den Vereinsnachwuchs und gibt für eine Gruppe im Alter von sechs bis zehn Jahren Schwimmunterricht.

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