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Handball-Landesliga

Derby-Vorfreude bei allen Beteiligten

Schwerte Das Derby der beiden Landesliga-Rivalen hat für die HSG Schwerte/Westhofen auch in tabellarischer Hinsicht eine große Bedeutung. Derweil nimmt HVE-Trainer Thorsten Stange nimmt die Favoritenrolle an.

Derby-Vorfreude bei allen Beteiligten

Bei aller sportlichen Rivalität soll es fair zugehen im Derby – so wie hier im Hinspiel mit HSG-Spieler Tim Decker und dem Villigst-Ergster „Spalier“. Foto: Bernd Paulitschke

Eine Stunde vor dem gewöhnlichen Heimspieltermin der HVE Villigst-Ergste erfolgt am Samstagabend der Anpfiff des Schwerter Landesliga-Derbys gegen die HSG Schwerte/Westhofen.

HVE Villigst-Ergste - HSG Schwerte/Westhofen (Samstag, 19 Uhr, Sporthalle Gänsewinkel, Grünstraße)

An der nötigen Motivation wird es bei den Spielern beider Mannschaften nicht fehlen – das Derby wollen alle Beteiligten nur allzu gerne gewinnen. In tabellarischer Hinsicht ist die Bedeutung des Lokalduells für die HSG deutlich größer als für die Villigst-Ergster. Zwei Punkte Vorsprung hat die Mannschaft von Trainer Mischa Quass zur Abstiegszone – bei zwei noch ausstehenden Spielen und dem gewonnenen direkten Vergleich gegenüber dem Drittletzten Warstein wäre ein Derbysieg der HSG gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt. Weil Warstein beim Tabellenzweiten TuS Volmetal und der Vorletzte Herbede gegen Spitzenreiter Hombruch vor ziemlich hohen Hürden stehen, könnte es sogar gut sein, dass der Schwerter Nichtabstieg nach dem Derby sogar im Falle einer Niederlage feststeht.

Auf solche Rechenspielchen will sich HSG-Trainer Mischa Quass gar nicht erst einlassen. Quass sagt: „Priorität hat eindeutig der Klassenerhalt. Auf einen Showdown am letzten Spieltag können wir alle gern verzichten.“ Er sei froh, dass der ganz große Druck des Gewinnen-Müssens nicht auf seiner Mannschaft laste, so Quass weiter. „Ich denke, wir können uns aufs Derby in einer vermutlich vollen Halle freuen.“ Bei aller sportlichen Brisanz erwarte er nicht, „dass es auf dem Feld ein Hauen und Stechen wird“, sagt der HSG-Trainer.

Sein HVE-Gegenüber Thorsten Stange bestätigt, dass das Verhältnis zum Ortsnachbarn trotz einer gewissen Rivalität in Ordnung sei. Ein Zeichen dafür: Die beiden Mannschaften werden mit Kindern der Ruhr Füchse (aus HSG- und HVE-Nachwuchsspielern bestehende Kooperationsmannschaften) einlaufen.

Allzu sehr auf Kuschelkurs wird die HVE aber trotzdem nicht gehen – zu verschenken haben die Villigst-Ergster jedenfalls nichts. Sind sie als Tabellenvierter denn eigentlich der Favorit in diesem Derby? „Wir haben das Hinspiel gewonnen, und die Tabellensituation sagt auch etwas aus: Also ja“, beantwortet Stange diese Frage.

Allerdings muss die HVE neben dem verletzten Torwart-Youngster Maurice Rolfsmeyer auf den privat verhinderten Abwehrchef Felix Ständker verzichten. Und Jannis Mimberg plagt sich schon die ganze Woche mit Magen-Darm-Problemen herum. „Ich weiß nicht, wie lange er spielen kann – wenn er überhaupt spielen kann“, sagt der HVE-Coach.

Auf zwei Spieler muss auch die HSG verzichten: Tim Gurol ist am Knie operiert worden, und Sönke Brass ist aus Studiengründen nicht dabei.

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