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Ein Sieg der Moral

Haltern Mit 34:33 (14:16) gewann Handballoberligist HSC Haltern/Sythen ein Spiel, das an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten war.

14.10.2007

Ein Herzschlagfinale bot sich den rund 200 Zuschauern am Samstagabend beim Spiel gegen TuRa Bergkamen.

Christian Drüppel, der nur zu Beginn spielen konnte und aufgrund einer Verletzung nur noch kurz und für Siebenmeter ins Spiel kam, verwandelte den entscheidenden Strafwurf zehn Sekunden vor Schluss frech per Kopfleger. Bis die letzten Sekunden dann verstrichen waren, vergingen noch einige Minuten, Unterbrechungen sorgten für weitere Spannung und Emotionen auch beim Publikum.

Zu Beginn agierte Haltern fehlerhaft und sah sich schnell im Hintertreffen. Beim 4:9 (12.) zog Trainer Kay Sparenberg stellte nach einer Auszeit um. Pawel Cisowski sorgte für Druck und konnte seine Nebenleute gut in Szene setzen. Die Deckung, bis dahin eher nur Zuschauer, fand immer besser in die Partie. Der Vorsprung der Gäste schrumpfte bis auf zwei Treffer (14:16).

In Überzahl und mit Ballbesitz gelang schnell der Anschluss und in der Folgezeit die Führung (20:18).

"Wir hatten im zweiten Durchgang die deutlich bessere Spielanlage", meinte Sparenberg. Fortan spielten sich aber keine Akteure in den Vordergrund, sondern die Unparteiischen. Nach kuriosen Entscheidungen sahen sich Felix Albers und Markus Reykowski plötzlich nur noch zu Zweit auf dem Feld. Aus der Führung wurde ein Rückstand (20:21), der jedoch wesentlich höher hätte ausfallen können.

Doch der HSC ließ sich nicht unterkriegen, bewies Moral und traf in Unterzahl. "Wir haben auch gegen sieben gegnerische Feldspieler gut ausgesehen", zeigte sich Sparenberg zufrieden. Gemeint waren die Schiedsrichter, die mehr und mehr gegen den HSC pfiffen.

Rote Karte

So sah auch Abwehrspezialist Martin Stock die Rote Karte nach einem angeblichen Tätlichkeitsversuch (44.). "Die Partie war ausgeglichen, doch vieles sprach gegen uns", so Sparenberg, denn Kapitän Stefan Redemann schied mit einer Fußverletzung aus. Nichts desto trotz erkämpfte sich der HSC den Vorsprung zurück und verteidigte diesen mit allem, was möglich war. Jeder HSC-Treffer wurde von den Zuschauern frenetisch gefeiert. Im Angriff waren es immer wieder Felix Albers und Andreas Berheide, die mit wichtigen Toren Akzente setzten. Am Ende war es Drüppel, der den entscheidenden Treffer markierte und nicht nur für den zweiten Saisonsieg sorgte, sondern auch Jubelströme auslöste. "Dies war ein Sieg der Moral. Wir haben uns die Punkte verdient erkämpft", freute sich Sparenberg.

Alexander Schriewer

HSC: Maiß, Haselmann - Drüppel (8/6), Cisowski (4), Redemann (5), Albers (8), Berheide (5), Engberding (1), Janotta, Eberhardt (1), Stock, Korte, Reykowski (3), Schriewer.

Spielfilm : 2:4 (5.), 4:9 (12.), 6:9 (15.), 10:13 (20.), 14:16 (30.), 16:16 (34.), 20:18 (38.), 27:26 (45.), 28:27 (50.) 30:29 (55.), 34:33 (60.)

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