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Gahlen 2 stolzer Sieger

In der Goldenen Schärpe belegen die Gastgeber einen guten achten Platz

28.05.2007

Ab dem Freitag verwandelte sich die Reitanlage in ein großes Dorf. Die meisten der aus dem ganzen Bundesgebiet angereisten Reiter schliefen in Zelten oder Wohnwagen nahe beim Reitplatz. So kam gleich eine familiäre Atmosphäre auf, die beim gemeinsamen Frühstück im Vereinsheim noch intensiviert wurde. Für die Reiter gilt im Regelfall auch die Fußballerweisheit «Wichtig ist auf dem Platz», doch die Goldene Schärpe beginnt nicht mit einer Reit-, sondern mit einer Theorieprüfung. Die Reiter mussten einen Fragebogen mit Fragen aus dem Gebiet der Pferdehaltung und des Reitsports beantworten. Mit den 32 von 40 möglichen Punkten war Gahlens Trainer Andrè Keus nicht ganz einverstanden, aber in der Dressur lief es dann viel besser. So bekam Lena-Marie Rittmann eine 9,0 für ihre Vorstellung auf Do it now und damit die beste Note aller Teilnehmer. Aber auch Michelle Müllers 8,3 auf Daily Surprise konnte sich sehen lassen. So gingen die Gahlener als Fünfter ins Gelände. Die Strecke an der Hardtstraße ist in den letzten Jahren in den letzten Jahren immer weiter im Detail verfeinert worden. Die Betreuer und mitgereisten Eltern waren voll des Lobes über die Bedingungen, sie brauchten aber auch nicht zu reiten. Ein paar Probleme mehr hatten die Starter schon. Vor allem am Wasserhindernis zeigte sich das ein oder andere Tier mehr als bockig. «Du gehst da jetzt durch», zwang Stella Hansen aus dem Team Hannover-Bremen ihren Othello ins Nass, das ihm einiges Unbehagen bereitete. Obwohl es für die Gahlener nach den ersten beiden Startern nicht ganz so gut aussah, verteidigten sie dennoch ihren fünften Platz ins abschließende Stil-Springen. Trotz des starken Regens war der Rasen-Springplatz an der Reithalle in bester Verfassung. Dennoch war Gahlens Trainer André Keus schnell klar, dass sein Team zurückfallen würde. Das Problem war weniger der Stil, sondern die Abwürfe, die die Note erheblich minderten. Lena-Marie Rittmann bekam zwar ein 8,0, doch nach einem Abwurf kam auch hier nur eine 7,5 in die Wertung. So belegte das Team mit Lena Großblotekamp, Michelle Müller, Elena Keus, Hannah Freistühler und Lena-Marie Rittmann den achten Platz. In einem Feld von 19 Mannschaften, darunter auch viele Landesteams kein schlechtes Ergebnis. Die ersten vier Ränge gingen allesamt nach Westfalen. Saerbeck siegte vor Ostbevern, Handorf-Südmühle und Rhede Krommert. Die Bundespony-Spiele sind eine Mischung aus Theorie, Geschicklichkeitsprüfungen ohne und mit Pferd. Hier lagen die beiden Gahlener Teams schon nach der ersten Teilprüfung mit dem vierten und fünften Platz sehr gut im Rennen. In der Geländeprüfung mussten die Reiter zuerst eine bestimmte Strecke in festgelegter Zeit im Galopp und Trab bewältigen und dann in eine Staffel über einige Hindernisse. Hier fiel das erste Gahlener Team durch acht Fehlerpunkte auf den fünften Platz zurück, doch die zweite Mannschaft von Melanie Fengels schaffte in dieser Prüfung mit nur vier Fehlern und 1,58 Minuten den zweiten Platz und ging auch als Zweiter auch in die abschließende Prüfung. Hier mussten die jungen Reiter im Becherrennen, auf einem Geschicklichkeitsparcour und einem Tennisball-Rennen ihre Körperbeherrschung auf dem Pferd zeigen. Da die bis dahin führenden Hessen sich drei Fehlerpunkte einfingen, reichten Femke Behning (Flecky), David André Szesny (Kleiner Onkel), Rebecca Romswinkel (Odolina), Fenja Weßelmecking (Mambo) die sechstbeste fehlerfreie Zeit zum Gesamtsieg. Die erste Mannschaft von Trainerin Sabrina Stobbe mit Ann-Kathrin Behning (Calimero), Lena Ridderbusch (Ben), Kristin Rittmann (Tom), Caroline Heiner (Lion) landete auf dem siebten Platz von 14 Teilnehmern. Trainerin Melanie Fengels war sehr stolz auf ihr Team. «Wir mussten kurz vor dem Start noch eine Reiterin an das Schärpe-Team abgeben. Da habe ich selber nicht mit dem Sieg gerechnet.» weih