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Happy-End für den SVS

SCHERMBECK Sönke Wortmann, Regisseur des Wunders von Bern und ehemaliger Erkenschwicker Spieler und der Schermbecker Dirk Szczepaniak, der ebenfalls in dem Fußball-Epos spielte, hätten aus einem Nachbarschaftsderby sicher mehr machen können als die beiden Teams, die gestern im Erkenschwicker Stimbergstadion aufeinander trafen.

17.02.2008
Happy-End für den SVS

<p>Pierre Bendig (li.) und Zouhair Allali im Kopfballduell. Beide sahen im Verlauf der Partie die gelb-rote Karte wegen wiederholten Foulspiels. Krimpmann</p>

Oberliga Westfalen

Spvgg. Erkenschwick - SVS

0:1 (0:1)

Mit Oberliga-Fußball hatte die Partie nicht viel zu tun. Die 700 Zuschauer bekamen eine 90-minütige Magerkost geboten, die wenig Lust auf mehr machte. Nicht nur die beiden Film-Kollegen wandten sich zeitweise mit Grausen von dem ab, was die 22 Kicker auf dem holprigen Geläuf boten.

Schermbecks Trainer Martin Stroetzel hatte nach der ungünstig verlaufenen Vorbereitung ohnehin die Ansprüche nicht so hoch geschraubt. Die Gäste begannen betont defensiv und ließen die Erkenschwicker kommen. Doch auch die Gastgeber brachten herzlich wenig zustande. SVS-Keeper Stefan Schröder brauchte in der ersten Halbzeit nur zwei Mal ernsthaft einzugreifen.

Ab der 20. Minute begriffen die Schermbecker dann endlich, dass sie sich vor der Spielvereinigung nicht zu fürchten brauchten. Rainer Hackenfort marschierte dann frei aufs Erkenschwicker Tor. Im Strafraum warf sich ihm Keeper Pascal Kurz vor die Füße, tat sich dabei weh und verlor den Ball. Der Schiedsrichter entschied aus unerfindlichen Gründen auf Freistoß für die Gastgeber und verhinderte so, dass Pascal Herzog zur Führung einschoss.

Der einzige sehenswerte Angriff brachte die Entscheidung. Herzog angelte sich den Ball im Mittelfeld, marschierte in Richtung Tor und nach einem Doppelpass mit Pierre Bendig schoss er ein.

Konter saßen nicht

Nach dem Seitenwechsel tat sich herzlich wenig. Erkenschwicks Versuche, den SVS unter Druck zu setzen, scheiterten nicht nur am Kampf und Einsatz der Gäste, sondern auch an der eigenen Unzulänglichkeit. Mit etwas mehr Geschick hätte die Stroetzel-Elf einige Male den entscheidenden Konter setzen können. Das war auch die einzige Kritik, die der Coach anzubringen brauchte.

Erwähnenswert sind noch die drei Platzverweise. Erkenschwicks Zouhair Allali sah in der 70. Minute gelb-rot und in der Nachspielzeit folgte ihm der Schermbecker Pierre Bendig. Nach dem Schlusspfiff gab es eine Rangelei und der Unparteiische zeigte dem eingewechselten Erkenschwicker Mirko Eisen die rote Karte. weih

SVS: Schröder, Zepanski, Nawatzki, Talaga, Hahn, Basol (46. Konowski), Köse (89. Woberschal), Nachtwey, Herzog, Bendig, Hackenfort (55. Holtheuer).

Tor: 0:1 Herzog (39.).

Bes. Vorkommnisse: Gelb-rot gegenAllali (SpVgg. 70.) und Bendig (SVS, 90+1). Rot gegen Eisen(SpVgg.) wegen einer Tätlichkeit nach Spielschluss.