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Im Zweierteam durch die Hitze Israels

Mountainbike

Als letztes Rennen in diesem Jahr hat sich der Halterner Markus Schulte-Lünzum noch mal ein ganz besonderes Highlight ausgesucht: Den Ford Epic Israel.

von Pascal Albert

Haltern

, 10.10.2018
Im Zweierteam durch die Hitze Israels

Markus Schulte-Lünzum konnte sich nach drei harten Etappen in Israel über Platz 13 freuen.Küstenbrück © Armin M. Küstenbrück

Bei „schönerem Wetter als hier“ startete der Halterner Radfahrer bei seinem zweiten Israelbesuch erstmals bei einem Etappenrennen in einem Zweierteam. Gemeinsam mit seinem israelischen Teamkollegen Guy Sessler meisterte er alle drei Etappen und belegte am Ende den 13. Platz in der Gesamtwertung.

Die drei Tage seien eine große Herausforderung für ihn gewesen. Daran trugen vor allem auch die deutlich längeren Etappen eine Mitschuld. Während am dritten und letzten Renntag nur noch 60 Kilometer gefahren wurden, waren es an den ersten beiden Tagen noch 86 und 98. Die langen Strecken in Verbindung mit der israelischen Hitze und einem rauen Gelände verlangten den Fahrern alles ab und seien „schwer zu fahren“ gewesen.

Bei so langen Fahrten sei er über jeden kurzen Radweg froh gewesen, da er dann für eine kurze Zeit „einfach rollen“ konnte.

Top Ten im Blick

Vor dem Start habe er mit seinem Mitfahrer ein wenig auf die Top Ten geschielt, erzählt er. Allerdings seien sich beide auch im Klaren gewesen, dass ein Platz unter den ersten Zehn vor allem auch von den Leistungen des starken Teilnehmerfeldes abhängig sein würde. Auch wenn es letztendlich nicht für eine Platzierung unter den ersten Zehn reichte, ist Markus Schulte-Lünzum dennoch zufrieden. Die ersten zwei Tage konnten er und Guy Sessler sich auch noch in den Top Ten halten. Nach einer ersten Etappe, die „super gut gelaufen“ war, belegte Schulte-Lünzums Team sogar den achten Platz, nachdem sie nach über 3,5 Stunden ins Ziel fuhren.

Auch nach dem zweiten Renntag waren die beiden in der Gesamtwertung noch auf Platz Zehn, nachdem sie als Zwölfter ins Ziel einfuhren. Für die längste der drei Strecken benötigten sie etwas mehr als vier Stunden.

Am letzten Tag gab es dann recht früh die ersten Ermüdungserscheinungen bei seinem israelischen Partner. Da man als Team immer zusammen fahren müsse und maximal zwei Minuten auseinander sein dürfe, blieb auch Schulte-Lünzum nichts anderes übrig, als das Tempo zu drosseln. „Wir haben es leider nicht geschafft, komfortabel in der Gruppe zu bleiben“, erklärt er.

Stein übersehen

Dann kam auch noch ein platter Reifen bei ihm hinzu, der nochmals Zeit kostete. Sie seien gerade an der Spitzengruppe dran gewesen, da habe er einen Stein übersehen, so Schulte-Lünzum.

Zu allem Übel ging auch noch die Luftpumpe kaputt. Allerdings, erzählt er, kam der platte Reifen vielleicht sogar zur richtigen Zeit. Dadurch konnte sein sowieso schon am Limit fahrender Kollege kurz verschnaufen und für die letzten Kilometer noch mal Kraft tanken. Sonst wäre ihm vielleicht am Ende die Puste ausgegangen und der Zeitverlust wäre höher gewesen.

Allerdings, betont er, sei nur ein platter Reifen auf einem so rauen Gelände und über eine so lange Distanz sehr gut. Andere Teams hatten hingegen weniger Glück und kamen teilweise auf sechs oder sieben kaputte Reifen.

Das Etappenrennen in Israel war für Markus Schulte-Lünzum das Letzte in diesem Jahr. Nach einem langen Rennjahr wolle er nun noch mal das schöne Wetter nutzen und einige Touren in Haltern fahren, um den Körper langsam runterzufahren.

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