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Im kleinen Finale das Spiel gedreht

Nele Hatschek feiert ihren größten nationalen Squash-Triumph

Nele Hatschek hat bei den Deutschen Meisterschaften ihren größten Erfolg auf nationaler Ebene gefeiert. Dabei waren die Vorzeichen nicht optimal.

Dorsten

von Christopher Kremer

, 20.02.2018
Im kleinen Finale das Spiel gedreht

Die 21-jährige Dorstenerin Nele Hatschek hat laut ihrem Vater „das Optimum“ in Hamburg rausgeholt. Foto: privat

Hinter der Dorstener Squash-Spielerin Nele Hatschek liegt ein erfolgreiches Wochenende. Bei den Deutschen Squash-Einzelmeisterschaften in Hamburg landete die 21-Jährige auf dem Treppchen. Für die Nationalspielerin, die für den SRC Duisburg spielt, ist es auf nationaler Ebene der bisher größte Triumph – und das, obwohl die Vorzeichen alles andere als optimal waren.

Nur knapp acht Tage konnte sie sich intensiv auf das Turnier vorbereiten, „davor wurde sie von einer fiebrigen Erkältung außer Gefecht gesetzt“, sagt ihr Vater Hans-Uwe Hatschek. Zusätzlich schrieb sie am Donnerstag noch eine Klausur an der Uni, ehe sie nach Hamburg aufbrechen musste. Nur 45 Minuten blieben ihr nach der Ankunft bis zum ersten Spiel. Doch eine Chance ließ Hatschek ihrer Gegnerin nicht: Innerhalb von drei Sätzen setzte sie sich gegen Aylin Günsav aus Baden-Württemberg durch. Und auch das Viertelfinale gewann die Dorstenerin in drei Sätzen. Mareike Omlor – ebenfalls Nationalmannschaftsspielerin – aus Bayern verlor mit 3:11, 3:11, 7:11 gegen Hatschek. Im Halbfinale allerdings kassierte die 21-Jährige ihre erste Turnierniederlage. Gegen die an Zwei gesetzte Sina Kandra (Paderborner SC) konnte sie keinen Satz gewinnen. „Das Spiel war aber sehr knapp“, sagt Vater Hans-Uwe. So konnte seine Tochter im zweiten Satz beim Stand von 10:8 zwei Satzbälle nicht nutzen und musste sich dann im Tie-Break geschlagen geben.

Und auch das Spiel um Platz drei verlief zu Beginn nicht so, wie sich die 21-Jährige das vorgestellt hatte. „Die ersten beiden Sätze waren grottenschlecht“, sagt Hans-Uwe Hatschek – beide gingen an ihre Gegnerin Saskia Beinhard (Hessen). Im dritten Satz lag Beinhard bereits mit 8:4 in Führung, drei Punkte fehlten ihr noch bis zum Spielgewinn – doch dann drehte die Dorstenerin auf.

„Viel lockerer“

„Sie spielte auf einmal hart und druckvoll“, sagt Hans-Uwe Hatschek, „und erspielte sich immer mehr Sicherheit.“ 11:9 gewann die Dorstenerin den dritten Satz. „Beim 4:8 hatte ich das Spiel eigentlich schon verloren gegeben“, sagte Nele Hatschek nach dem Spiel, „aber so spielte ich dann viel lockerer und es klappte auf einmal.“

So gewann sie auch die Sätze vier und fünf. Zwar ließ sie noch einen Satzball ungenutzt, den Triumph ließ sie sich aber nicht mehr nehmen. Es war ihre zweite Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften. „Unter den Voraussetzungen hat sie das Optimum herausgeholt“, sagt ihr Vater Hans-Uwe Hatschek.