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Ohne Schrödi geht nichts

DORSTEN Bastian Schröder ist Eishockey-Fan mit Leib und Seele. An sich nichts Ungewöhnliches. Das Engagement für seinen Verein, die DEJ Hornets, geht jedoch weit über das normale Maß hinaus.

05.02.2008
Ohne Schrödi geht nichts

Nicht nur Spielermutter Claudia Wabinski ist voll des Lobes für Bastian Schröder.

„Eigentlich war ich immer Anhänger der Schalker Haie“, gibt Schröder mit einem Lächeln zu. Als jedoch Finanzeskapaden dem Traditionsclub aus Gelsenkirchen das finanzielle Aus bescherten, wagte Schröder einen Blick in die Nachbarstadt. Anfangs besuchte er nur einzelne Spiele, später war er Stammgast in der Eishalle an der Crawleystraße.

Spaß gemacht

„Dann ging es los. Kannst Du das eventuell machen? Hast Du dafür etwas Zeit? Mir hat es Spaß gemacht und auf einmal hatte ich zahlreiche Aufgaben“, erinnert sich der 26-jährige.

Mittlerweile ist Schröder aus dem Verein gar nicht mehr wegzudenken. Als Obmann betreut er alle drei Mannschaften, vertritt die Hornets auf Tagungen, begleitet sämtliche Auswärtsfahrten der Jugend und Senioren, leistet zeitintensive Verbandsarbeit, lotst neue Spieler nach Dorsten, versorgt die Presse mit allen relevanten Informationen und ist als Ansprechpartner für Groß und Klein fast an jedem Tag der Saison in der Halle.

Lob von den Eltern

„Ohne Schrödi wäre hier schon alles zusammengebrochen. Wie er sich für den Verein engagiert, ist mit Geld gar nicht zu bemessen“, sagt auch Claudia Wabinski, Mutter eines Jugend-Spielers und enge Weggefährtin von Schröder.

Rund 8000 Kilometer ist Schröder im Jahr für seine Dorstener Hornissen unterwegs. Größtenteils unentgeltlich. Die geringe Spritkostenerstattung, die sich der Verein leisten kann, geht schon bei einer Auswärtstour ins Siegerland drauf. Warum er sich den ganzen Stress antut, weiß er manchmal selbst nicht genau. „Wahrscheinlich ist es der Spaß am Eishockey und die Freude daran, zu sehen, wie sich junge Spieler in einer tollen Gemeinschaft entwickeln“, so Schröder, der auch in seinem Job als selbstständiger Kurier-Fahrer jeden Tag über acht Stunden im Wagen sitzt.

Kein Vorstandsamt

Dass Bastian Schröder bei all der geleisteten Arbeit noch kein Vorstandsamt bekleidet, wirkt auf den ersten Blick eher ungewöhnlich. „Dagegen habe ich mich bislang erfolgreich gewehrt. Ich bin auch ohne offizielles Amt doch jetzt schon Mädchen für alles“, sagt der sympathische Ehrenamtliche mit einem Augenzwinkern.

Ob man ihn in Zukunft auch im Vorstand wiederfinden wird, lässt er noch offen. Wichtig ist dem Eishockey-Fan vor allem, dass es mit dem deutschlandweit populären Sport auch in Dorsten weiter voran geht. An Bastian Schröder wird es mit Sicherheit nicht scheitern.

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