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Nach 0:5 gegen Wacker Mecklenbeck

SC Capelle steht vor dem Abstieg

Capelle Der Fußball-Kreisligist SC Capelle ist nach der Niederlage gegen die DJK Wacker Mecklenbeck am Donnerstag so weit nach unten gerutscht, dass am Wochenende der Abstieg bereits feststehen könnte.

SC Capelle steht vor dem Abstieg

Der SC Capelle rund um Max Cillien (r.) kämpfte, verlor aber dennoch hoch gegen Mecklenbeck. Foto: Marvin K. Hoffmann

Es war ein kurioses Spiel in der Fußball-Kreisliga. Ein Spielabbruch, der keiner war, und eine Gelbe Karte, die der Schiedsrichter nicht zeigte, sorgten dafür. Das Ergebnis rückte dadurch etwas in den Hintergrund, bleibt aber nicht unerwähnt: Mit 0:5 (0:2) hat der SC Capelle am Donnerstag gegen die DJK Wacker Mecklenbeck aus Münster verloren.

Kreisliga A2 Münster

SC Capelle – Mecklenbeck

Das erste Tor fiel nach 30 Minuten. Und auch das zweite. Benedikt Reckmann im Capeller Tor rief seiner Mannschaft noch zu: „Clever spielen!“ – vergeblich. Über die linke Seite der Gastgeber rückte Mecklenbeck vor, entschied die Partie innerhalb weniger Augenblicke. Zehn Minuten später ein Lebenszeichen – doch Fabrizio Pate scheiterte freistehend am Gäste-Torhüter. Was danach folgte, sorgte für fragende Gesichter auf dem Feld und am Rand. Was war passiert?

Pate blieb kurz vor der Halbzeit auf Höhe der Mittellinie liegen, nahe bei den Zuschauern. Darunter: ein Physiotherapeut. „Den Namen müssen wir nicht nennen, er ist auch nicht fest angestellt bei uns oder so – hilft aber immer mal bei Verletzungen“, erklärte SCC-Trainer Reinhard Behlert nach dem Spiel.

Hilfe gab es also auch für Pate. Doch das missfiel dem Unparteiischen Marcus Lübbering. Er forderte dem besagten Physio auf, das Feld zu verlassen – dieser verneinte, ein kurzes Wortgefecht entbrannte. „Ich fühle mich bedroht, dieser Mann soll sofort das Feld verlassen“, sagte der Schiedsrichter. Eine Drohung hatte so allerdings niemand am Platz wahrgenommen. Der Physio massierte weiter. Schiedsrichter Lübbering pfiff das Spiel ab – und wenig später wieder an. Auch, weil Behlert intervenierte und positiv auf ihn einwirkte.

Das Spiel lief also weiter. Luca Lahrmann erhöhte in der 70. Minute auf 3:0 für Mecklenbeck, erneut Jan Hoffmann auf 4:0 (74.). Doch auch mit den Kuriositäten ging es weiter.

Capelles Toralf Streppel stand vor seiner fünften Gelben Karte. Wollte das Ticket wohl unbedingt für den kommenden Sonntag lösen. Mit wenig Erfolg. Die Zweikämpfe führte er hart. Freistöße und mündliche Ermahnungen waren aber die einzigen Sanktionen. Dann sein beinahe schon verzweifelter Versuch, doch noch die fünfte Gelbe zu kassieren. Abstoß Mecklenbeck. Der Ball flog weit, senkte sich an der Mittellinie. Direkt auf Höhe von Streppel – der den Ball einfach mit beiden Händen fing. Erheiterung auf beiden Seiten. Auch beim Unparteiischen. Statt Gelb gab es ein mitleidvolles Lächeln.

Zurück zum Spielerischen: Capelle kämpfte, hatte gute Ansätze. „Das Ergebnis tut natürlich weh und muss so in der Höhe nicht sein. Auch wenn Mecklenbeck einen guten Fußball spielt“, sagte Behlert. Der Gäste-Kapitän Michael Averweg fuhr einen Konter nahezu im Alleingang zum 0:5 zu Ende. Bitter.

SCC: Reckmann - Wittkamp, Cillien, Zimmermann, Gumprich, Lachmann, Streppel, Eckey (35. Pate, 46. Logan), Küper, Walter, Kixmöller
Tore: 0:1 Hoffmann (31.), 0:2 Hoffmann (32.), 0:3 Lahrmann (70.), 0:4 Hoffmann (74.), 0:5 Averweg (86.)

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