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Polizei nimmt Fahrdienstleiter nach Zugunfall fest

2 Tote und 14 Verletzte bei Zugunglück in Aichach

Aichach Ein Personenzug ist in Aichach in der Nähe von Augsburg frontal auf einen stehenden Güterzug aufgefahren. 20 Menschen saßen in der Regionalbahn, zwei starben, 14 wurden verletzt. Jetzt hat die Polizei den Fahrdienstleiter festgenommen

2 Tote und 14 Verletzte bei Zugunglück in Aichach

Die kollidierten Züge an einem Gleis nahe des Bahnhofs von Aichach. Foto: dpa

Nach dem tödlichen Zugunglück im bayerischen Aichach haben Experten damit begonnen, die Unfallursache zu untersuchen. „Die Kriminalpolizei war die ganze Nacht an der Unglücksstelle“, sagte ein Sprecher der Polizei.

Nach ersten Ermittlungen sei der Unfall auf menschliches Versagen zurückzuführen, teilte das Polizeipräsidium in Augsburg mit. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob gegen den 24 Jahre alten Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn (DB) ein Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts der fahrlässigen Tötung beantragt wird.

Ermittler schließen technischen Defekt aus

Der Mann soll dafür verantwortlich sein, dass die beiden Züge zusammenstießen. Ein technischer Defekt könne nach ersten Ermittlungen ausgeschlossen werden, sagte ein Polizeisprecher. Allerdings könne noch nicht gesagt werden, was der 24-Jährige konkret falsch gemacht hat. „Dafür ist es noch viel zu früh“, sagte Polizeisprecher Markus Trieb.

Ein Personenzug war am Abend gegen eine stehende Güterbahn geprallt. Der Lokführer des Personenzugs und eine Passagierin starben, 14 Menschen erlitten Verletzungen und kamen in die Klinik.

11 Menschen erlitten nur leichte Verletzungen

„Die Lage ist übersichtlich“, sagte der Sprecher kurz nach dem Unglück. Die beiden Züge seien nicht entgleist. Der Personenzug wurde an der Front eingequetscht. Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten waren vor Ort und kümmerten sich um die Verletzten. Elf Opfer hätten nur leichte Verletzungen davongetragen, sagte der Sprecher.

Den Polizeiangaben zufolge war der Personenzug der Bayerischen Regiobahn mit knapp 20 Menschen an Bord auf dem Weg von Augsburg wenige Hundert Meter vom Bahnhof in Aichach entfernt frontal auf den stehenden leeren Güterzug zugefahren. Wie schnell er unterwegs war, stand am späten Abend nicht fest. Unklar war auch, ob möglicherweise Signale oder Weichen falsch gestellt waren. Die Unfallursache müsse erst noch ermittelt werden, machte der Sprecher deutlich. Das könne sich hinziehen.

2 Tote und 14 Verletzte bei Zugunglück in Aichach

Die Wucht des Zusammenpralls war riesig. Foto: Matthias Balk

Die Deutsche Bahn teilte mit, dass sich der Unfall gegen 21.20 Uhr ereignet habe. Die Strecke Ingolstadt-Augsburg wurde gesperrt. Die Sperrung um den Bahnhof Aichach dauere mindestens bis Dienstagnachmittag. Den Angaben nach fahren dort nur Regional- und Güterzüge, aber keine Fernverkehrszüge.

Die Bayerische Regiobahn teilte mit, die Strecke zwischen Friedberg und Radersdorf sei bis auf Weiteres gesperrt. „Es ist ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet worden.“

Es war der zweite schwere Unfall mit einer Bahn in Bayern am Montag. Nachdem ein Regionalzug an einem unbeschrankten Bahnübergang im oberbayerischen Seeshaupt am Starnberger See ein Auto erfasst hatte, starben ebenfalls zwei Menschen: der Fahrer und der Beifahrer des Wagens. Das Auto war nach der Kollision mehrere Hundert Meter vom Zug mitgeschleift worden, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Einer der etwa 60 Fahrgäste der Regionalbahn wurde verletzt. Der Lokführer blieb äußerlich unversehrt.

dpa

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