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84 Bäume müssen weg - Arbeiten am Schulhof starten noch vor den Ferien

Umgestaltung Gesamtschule

Für die Umgestaltung der Verkehrs- und Außenanlagen an der Gesamtschule in Ahaus werden Bäume gefällt. Die Stadt erläutert ihr Vorgehen.

Ahaus

, 24.06.2018
84 Bäume müssen weg - Arbeiten am Schulhof starten noch vor den Ferien

Für die neue Fahrradstellanlage am ehemaligen Schulgarten wird einiges an Grün entfernt. © Christian Boedding

Norbert Rose nennt es „eine Operation am offenen Herzen“. Damit meint der Fachbereichsleiter Immobilienwirtschaft der Stadtverwaltung die angelaufenen Arbeiten zur Umgestaltung des Außenbereichs der Gesamtschule. Denn vorgesehen war, damit erst in den Sommerferien zu starten. „Wir haben die Maßnahme etwas vorgezogen“, erklärte Norbert Rose am Freitag bei einem Pressetermin. Schließlich soll der neue Schulhof zum neuen Schuljahr fertig sein. Baubeginn war darum schon Anfang vergangener Woche.

Die Zusammenlegung der Franziskus-Hauptschule und der Realschule im Vestert zu einer Gesamtschule macht größere Umbaumaßnahmen erforderlich (Münsterland Zeitung berichtete). Dazu gehört, die Verkehrs- und Außenanlagen anzupassen. „Da im gesamten Planungsgebiet viele Bäume stehen, ist es unvermeidbar, in den örtlichen Baumbestand einzugreifen und Bäume zu fällen“, heißt es dazu von der Stadtverwaltung.

Vorschriften eingehalten

Ziel der Planungen sei es, möglichst viele Bäume zu erhalten und gleichzeitig zahlreiche Bäume vor Ort neu anzupflanzen, sagte Norbert Rose beim Ortstermin. Angesichts mehrerer, in jüngster Zeit geführter Diskussionen in städtischen Gremien sowie in der Öffentlichkeit über die „Baumbehandlung“ in Ahaus ist die Stadtverwaltung sensibilisiert.

Beigeordneter Georg Beckmann: „Wir haben hier allen Vorschriften genüge getan.“ Bislang erforderliche Fällungen seien vor dem Stichtag 1. März vorgenommen worden. Die Verwaltung habe zudem einen Sachverständigen eingeschaltet. Sowohl bei den Planungen als auch bei den entsprechenden Eingriffen sei ein Ökologe beteiligt. In mehreren Planungsrunden sei sorgfältig darauf geachtet worden, dass die Baumfällungen so gering wie möglich ausfallen.

Unvermeidbare Fällungen

Denn auch trotz der Einschaltung jeder Menge externen Sachverstandes – dass Bäume gefällt werden mussten und müssen, lasse sich nicht vermeiden. Die Gesamtplanung sieht derzeit vor, dass 84 Bäume der Axt zum Opfer fallen. Um diese Bäume besser unterscheiden zu können, wurden sie in Kategorien eingeteilt: in Kategorie I sind Bäume mit einem Stammdurchmesser von 10 bis 30 Zentimetern, Kategorie II umfasst Bäume mit einem Stammdurchmesser von 40 bis 60 Zentimetern, in Kategorie III fallen Bäume mit einem Stammdurchmesser von mehr als 70 Zentimetern.

Gefällt werden insgesamt 46 Bäume der Kategorie I, 34 Bäume der Kategorie II und 4 Bäume der Kategorie III. Doch rund um die Schule wird nicht komplett geholzt. „An der neuen Fahrradstellanlage, im ehemaligen Schulgarten, bleiben alle großen Bäume erhalten“, erklärte Norbert Rose. Bislang sind zudem 45 Neuanpflanzungen von Laubbäumen und sieben Neuanpflanzungen von Obstbäumen in Form einer Streuobstwiese vorgesehen. Weitere Ersatzmaßnahmen werden von der Verwaltung noch geprüft.

Umgestaltung

Derzeit besuchen rund 900 Schüler die Gesamtschule im Vestert. Für den Bereich zwischen der Straße Hof zum Ahaus und dem Adenauerring werden die Bereiche für Autos, Fahrräder und Fußgänger neu gestaltet. Die Baumaßnahmen erstrecken sich über mehrere Jahre. Der Schulhof und die Fahrradabstellanlagen sollen zum neuen Schuljahr fertig sein.

Die Erstellung der Busverkehrsanlage und des Wegenetzes ist für 2019 geplant, ebenfalls im kommenden Jahr soll ein neuer Haupteingang gebaut werden. Die Umgestaltung des Verkehrsknotenpunktes Vredener Dyk/Hof zum Ahaus erfolgt voraussichtlich 2021.