Berufsorientierung auf Augenhöhe

AhausHans Rath Wie sieht dein Arbeitsplatz aus? Wie groß ist denn die CNC-Maschine? Was genau produziert ihr damit? Welche "Mathenote" brauche ich für die Ausbildung? Und wieviel verdienst du? - Christoph, Kevin, Benedikt und Jörg fragen frei von der Leber weg. Und Stefan Seggewiß antwortet gerne. Es ist noch nicht lange her, da drückte der Azubi ja selbst noch die Schulbank. Jetzt stellt er den Achtklässlern das Berufsbild des Verfahrenstechnikers für Kunststoff vor. Die Realschule im Vestert geht zusammen mit dem Handwerk neue Wege in der Berufsorientierung und findet dabei großes Lob des Handwerkspräsidenten (Foto) und des Hauptgeschäftsführers der Kreishandwerkerschaft, Christoph Bruns: "Menschen und Gespräche sind hilfreicher als bunte Faltblätter."

Gespräche auf Augenhöhe, das ist Schulleiter Willi Möllers und seinen Kollegen Patricia Cürles und Bernd Schütte, die als Berufskoordinatoren das Projekt betreuen, wichtig - und Freiwilligkeit.

44 von insgesamt 90 Achtklässlern meldeten sich zur gestrigen Berufsorientierung. In Kleingruppen sprachen sie morgens mit den Auszubildenden aus den Bereichen Metallbau, Landmaschinentechnik, Augenoptik, Elektrotechnik, Friseurhandwerk, Gartenbau, Metallbau, Holzbau und Mediengestaltung. Am Nachmittag standen Betriebsbesuche mit praktischen Einblicken auf dem Programm.

"Ihr sollt mitbekommen, dass wir es ernst mit euch meinen", sagte Rath den Schülern und empfahl ihnen frühzeitige Orientierung: "Ihr müsst euch selber umschauen, ihr müsst euch einbringen, offen sein und viele Praktika ableisten. Wenn ihr euch ernsthaft bemüht und kommunikativ seid, dann habt ihr eine tolle Zukunft im Handwerk."

Und Hans Rath beließ es nicht bei allgemeinen Tipps: Höchstpersönlich und voller Begeisterung stellte der Handwerkspräsident den Schülern das Schornsteinfegerhandwerk vor - "ein wundervoller Beruf". gro