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Jeder Einzelne kann Ressourcen sparen

Ressourcenverbrauch

Der Rohstoffverbrauch nimmt weltweit zu. Dabei sind etliche Ressourcen jetzt schon knapp. Dass jeder Einzelne helfen kann, Rohstoffe zu sparen, lernten jüngst zahlreiche Ahauser-Schüler. In drei Schritten.

Ahaus

, 06.07.2018
Jeder Einzelne kann Ressourcen sparen

Die gut 300 Schüler der zweiten Gruppe der Bischöflichen Canisiusschule lauschen aufmerksam den Worten von Stefan Simonis, der den zweiten Vortrag des Tages hielt. © Meyer

Die Aula der Bischöflichen Canisiusschule ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Kein Mucks ist zu hören, bis auf die Worte von Redner Max Menkenhagen. Hinter Menkenhagen auf der Leinwand flimmert eine Power-Point-Präsentation. Ein leichtes Raunen geht durch den Saal, als die Seite mit dem sogenannten Fußabdruck für die Milch- und Toastbrotproduktion erscheint. In großen Zahlen und Bildern ist zu erkennen: Für die Herstellung eines Liters Milch werden 1000 Liter Wasser benötigt. Für eine einzige Scheibe Toastbrot 650 Liter Wasser. „Da seid ihr baff, oder“, adressiert Menkenhagen die Schüler und ergänzt: „Man nennt das virtuelles Wasser. Das ist die Menge, die für die Produktion benötigt wird, ehe ihr einen Liter Milch trinken könnt.“ Gemurmel setzt ein. Der Umstand scheint die Schüler zu beschäftigen.

Und genau darum geht es auch an diesem Tag: die Schüler zum Nachdenken anzuregen. „Wenn die Schüler anfangen, ihr eigenes Konsumverhalten zu hinterfragen, weil sie erkennen, wie leicht jeder Einzelne Ressourcen einsparen kann, dann haben wir viel erreicht“, sagt Menkenhagen im Gespräch mit unserer Redaktion. Zusammen mit seinem Kollegen Stefan Simonis ist Menkenhagen in der ersten Juli-Woche sowohl am Alexander-Hegius-Gymnasium als auch an der Bischöflichen Canisiusschule mit der Unesco-Multivisionsschau „REdUSE - Über unseren Umgang mit den Ressourcen der Erde“ zu Gast gewesen.

Jeder Einzelne kann Ressourcen sparen

Auch der weltweite Energieverbrauch wurde von beiden Rednern, hier Stefan Simonis, thematisiert. © Meyer

Insgesamt tourt der Multivision Verein für drei Jahre mit der Bildungskampagne durch weiterführende Schulen in Deutschland. Die Kampagne soll dabei an 2000 Schulen Station machen und insgesamt 500.000 Schüler erreichen. In Ahaus sollen nach Angaben der Veranstalter rund 1000 Schüler in den Genuss der dreigeteilten Multivisionsschau (Einführung, Film, Diskussionsrunde) gekommen sein. Die Finanzierung der Vorträge in Ahaus übernahmen die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, die Sparkasse Westmünsterland, die Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland und der Kreis Borken. „Und die Schüler zahlen pro Kopf einen kleinen Beitrag“, so Menkenhagen. Im Falle der Canisiusschule waren das zwei Euro, berichtet Schulleiter Niels Hakenes.

Themen passen in das Schulprofil

Und für den Schulleiter steht außer Frage, dass die zwei direkt nacheinander stattfindenden Multivisionsvorträge an seiner Schule ideal in das Schulprofil passten. „Für uns als katholische Schule sind die Aspekte wie Schöpfung, Umwelt und Ressourcen natürlich Kernthemen.“ Initiiert habe Hakenes die Sache allerdings nicht. „Das lief bereits vergangenes Jahr bei uns an der Schule. Mein Vorgänger (Ulrich Walters, d. Red.) hat das noch angestoßen.“ Darüber hinaus würden die in der Show behandelten Themen auch eine gute Ergänzung zu den Unterrichtsinhalten darstellen. „Zum Beispiel in den Fächern Politik oder Erdkunde“, so Hakenes.

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Und als die Uhr 11.15 anzeigt, strömen bereits die nächsten Schüler in die Aula. Max Menkenhagen spricht etwas lauter in sein Mikro: „Ich kann euch jetzt leider nicht mehr alle Fragen beantworten, denn die Zeit ist um, aber ihr könnt gerne noch zu mir nach vorne kommen.“ Danach wird es laut. Stühle werden hin- und hergeschoben, Stimmenwirrwar und ein fliegender Wechsel setzt ein. Nicht nur bei den Schülern, sondern auch bei den Rednern. Jetzt übernimmt Stefan Simonis das Wort, für die zweite, identischen Multivisionsshow an der Canisiusschule.

  • Die UNESCO Multivisionsschau „REdUSE“ möchte Jugendliche über den bewussten Umgang mit den Ressourcen der Erde aufklären (Nachhaltigkeit).
  • Dafür halten speziell geschulte Moderatoren Multimedia-Vorträge an ausgewählten Schulen.
  • Jede Schule mit Interesse kann sich über die Internetseite der Multivisions e.V. für solch eine Multimediashow bewerben.
  • Der Name „REdUSE“ kommt vom Wort recyceln (wiederverwerten).
  • Ungefähr 2000 Schulen und 500.000 Schüler will die Kampagne erreichen.
  • Die Multivision ist eine von 51 anerkannten Maßnahmen zur Nachhaltigkeitsbildung.
  • Die Kampagne läuft drei Jahre.
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