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Mitreißende Queen-Party und italienische Nacht im Schlosshof

Musiksommer Ahaus

Der Musiksommer Ahaus wurde in diesem Jahr seinem Namen mehr als gerecht. Erst heizte eine Queen-Revival-Band den Zuschauern ein, am nächsten Tag wurde es klassisch.

Ahaus

, 01.07.2018
Mitreißende Queen-Party und italienische Nacht im Schlosshof

Harry Rose erinnerte nicht nur stimmlich an Freddy Mercury, sondern auch mit seinen Posen. © Elvira Meisel-Kemper

Gutes Wetter kann man nicht mit der Eintrittskarte für eine Open-Air-Veranstaltung kaufen. Allerdings wurden die ganz Mutigen in diesem Jahr zum Auftakt des Musiksommers am Freitag, dem Pietsch-Classics-Abend, belohnt. Strahlender Sonnenschein und fetzig-rockige Musik der Queens-Revival-Show war der Lohn für die zahlreichen Besucher.

„Dieses Jahr hat der Musiksommer seinen Namen wirklich verdient. Das ist für uns bestes Stadtmarketing“, lobte Bürgermeisterin Karola Voß, die sich ganz besonders bei der Familie Pietsch bedankte. „Zum 20. Mal gehören die Pietsch Classics zum Musiksommer dazu.“

Ein Höhepunkt nach dem anderen

Die Band um Sänger Harry Rose, die unter dem Motto „God save the Queen“ einen Hit nach dem anderen aus der unvergessenen und großen Hitkiste der Band Queen zauberten, elektrisierte die Queen-Fans sehr schnell. Nach drei Monaten waren bereits alle Karten der Queen-Revival-Show ausverkauft.

Mit dem Frontman Freddy Mercury erreichte das Original einen Höhepunkt nach dem anderen. Nach dem Tod von Mercury 1991 im Alter von nur 45 Jahren bröckelte zwar die Band um Mercury, aber nicht die Berühmtheit der Hits, die bis heute jede Party dominieren.

Mitreißende Queen-Party und italienische Nacht im Schlosshof

Die Fans feierten im Schlosshof. © Elvira Meisel-Kemper

Auch im Innenhof des Schlosses stieg die Queen-Party sehr schnell. Rose heizte die Stimmung nicht nur mit kleinen Geschichten aus der Erfolgsstory von Queen oder aus dem eigenen Leben an, sondern vor allem mit dem perfekten Sound des Originals, seiner Stimme und seinem Outfit. Es dauerte keine 15 Minuten, da standen die ersten Besucher auf, tanzten und sangen mit. Hatte sich bereits Voß als Queen-Fan geoutet, entpuppte sich das gesamte Publikum als Queen-Fangemeinde.

„It’s a kind of magic“, „One Vision“, „Crazy little Thing“, „Killer Queen“ oder „Living on my own“ sind nur einige der Songs, die Harry Rose mit seiner hervorragenden Band sang und buchstäblich zelebrierte. Komplimente vergab Rose haufenweise. „Ihr habt eine total sexy Bürgermeisterin“, war nur eines. Längst stand das Publikum und war kaum zu bremsen, erst recht nicht bei den Klassikern „Under Pressure“, „We will rock you“ oder „We are the champions“. Donnernder Schlussapplaus und einige Zugaben rundeten den ersten Musiksommer-Abend vollends ab.

Fortsetzung mit der italienischen Nacht

Sehr viele niederländische Gäste mischten sich dann am Samstag unter das Publikum, um beim Musiksommer die „Italienische Nacht“ im Innenhof des Schlosses als Open-Air-Veranstaltung mitzuerleben. „Wir feiern heute die Partnerschaft mit der niederländischen Gemeinde Haaksbergen“, sagte Bürgermeisterin Karola Voß und begrüßte besonders den Bürgermeister aus Haaksbergen.

Dann musizierte das Orchester der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg unter der Leitung von Juri Gilbo vor rund 300 Besucher. René Giessen moderierte ein bisschen zu knapp, denn einen Programmzettel gab es nicht. Nicht umsonst meinte eine Besucherin aus Neuenkirchen in der Pause: „Es wäre schön, zu lesen, welche Arie gerade gesungen wird. Der Moderator hat es offensichtlich auch schon vergessen.“

Mitreißende Queen-Party und italienische Nacht im Schlosshof

Diana Darnea und Antonio Rivera begeisterten mit Solopartien und im Duett. © Elvira Meisel-Kemper

Die Musik machte dieses Manko mehrfach wieder wett, denn die Stimmung unter den Open-Air-Opernbesuchern war bestens. Die Ouvertüre aus der Oper „Die diebische Elster“ von Gioachino Rossini verwöhnte mit dem wunderbaren Zusammenspiel des Orchesters. Dazu kamen in den Arien aus den Opern italienischer Komponisten die fulminanten Stimmen von Diana Darnea (Sopran) und Antonio Rivera (Tenor). Erstaunlich, wie leicht und scheinbar mühelos Diana Darnea mehrere Oktaven schaffte. Charmant lächelnd durchlebte sie die Inhalte, die sich um Liebe, Trauer und Glück drehten. Verdis Arie der Gilda aus „Rigoletto“ verwandelte sie mit ihrer Stimme und der einfühlsamen Orchesterbegleitung zu einem wahren Ohrenschmaus.

Auch Rivera glänzte mit seiner Stimme und seiner Interpretation. Als er in die Rolle des Duca aus der Verdi-Oper schlüpfte, war das Publikum vollends begeistert. René Giessen hatte gegen Ende noch eine Überraschung mitgebracht. Das weltberühmte Lied „Spiel mir das Lied vom Tod“ leitete er als Solist mit seiner Mundharmonika. Da hielt es die Besucher nicht mehr auf ihren Sitzen.