Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Alfies Eltern verlieren vor Berufungsgericht

London. Die Eltern des todkranken britischen Jungen Alfie Evans kämpften vor Gericht dafür, dass ihr Sohn zur Behandlung nach Rom ausgeflogen werden darf. Ein Flugzeug der italienischen Luftwaffe stand bereit - umsonst.

Alfies Eltern verlieren vor Berufungsgericht

Polizisten blockieren den Eingang des Kinderkrankenhauses Alder Hey Children's Hospital in Liverpool, in dem sich der kleine Alfie Evans befindet. Foto: Peter Byrne/PA Wire

Die Eltern des todkranken britischen Jungen Alfie Evans haben Medien zufolge erneut eine Niederlage vor Gericht hinnehmen müssen. Der knapp zwei Jahre alte Junge darf nicht nach Italien ausgeflogen werden.

Die Richter am Berufungsgericht in London wiesen am Mittwoch Anträge der Eltern ab, eine frühere Entscheidung zu kippen. Es ist die jüngste und wohl letzte in einer ganzen Reihe juristischer Niederlagen.

Der knapp zwei Jahre Alfie hat eine schwere neurologische Krankheit, die noch nicht klar diagnostiziert ist. Die Ärzte im Kinderkrankenhaus Alder Hey in Liverpool halten weitere lebenserhaltende Maßnahmen für sinnlos, weil die Krankheit das Gehirn des Kindes fast vollständig zerstört haben soll. Sie wollen Alfie weiteres Leiden ersparen und ihn deshalb so bald wie möglich sterben lassen. Die Eltern dagegen wollen, dass Alfie solange wie möglich lebt und in Italien weiter behandelt wird.

Am Montag wurden die lebenserhaltenden Maßnahmen für Alfie eingestellt. Zur Überraschung seiner Ärzte atmete der Junge von alleine weiter, wie sein Vater berichtete.

Alfies Vater hat auch die Hoffnung geäußert, sein Sohn könne, wenn schon nicht nach Italien, dann doch wenigstens nach Hause gebracht werden. Ein Vorschlag, den ein Richter bereits am Dienstag ins Spiel gebracht hatte. Das Krankenhaus zeigte sich aber skeptisch.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Berlin/München. Der Einsatz gegen Schulschwänzer schlägt weiter hohe Wellen. Während sich Eltern kritisch dazu äußern, bekommen die Behörden Rückenwind von Pädagogen.mehr...

Berlin. Ernährungsministerin Julia Klöckner ist von einem Mindestpreis für Alkohol nach schottischem Vorbild nicht überzeugt. „Würde eine Steuer dazu führen, dass sich jeder ausgewogen ernährt, wäre das wunderbar“, sagte die CDU-Politikerin der Funke Mediengruppe.mehr...

Genf. Ebola-Ausbrüche im Kongo gab es schon öfters - doch nun schlagen die Behörden Alarm. Zum ersten Mal hat das gefährliche Virus im Kongo eine Großstadt erreicht. Das Risiko einer Ausbreitung ist groß.mehr...