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Angestellte Lehrer bekommen Hunderte Euro weniger als Beamte

Angestellte Lehrer bekommen nach Angaben von Interessensvertretern mehrere Hundert Euro weniger Gehalt im Monat als ihre verbeamteten Kollegen. Laut einer aktuellen Studie im Auftrag der Schutzgemeinschaft angestellter Lehrer und Lehrerinnen NRW (SchaLL.NRW) summieren sich die Unterschiede während des Berufslebens und im Ruhestand auf bis zu 275 000 Euro netto. Angestellte Lehrer bekämen im Monat mindestens rund 500 Euro weniger als Beamte, sagte der Landesvorsitzende des Berufsverbands, Ralf E. Heinrich, am Freitag in Düsseldorf bei der Vorstellung der Studie.

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Düsseldorf

, 22.06.2018
Angestellte Lehrer bekommen Hunderte Euro weniger als Beamte

Ein Lehrerin schreibt an einer Schultafel. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW (GEW NRW) spricht von Gehaltsunterschieden zwischen 400 und 500 Euro. „Das ist ein Ärgernis seit ewigen Zeiten“, sagte GEW-Sprecher Berthold Paschert der Deutschen Presse-Agentur. Denn die Lehrer hätten eine gleichlange und gleichwertige Ausbildung und machten denselben Job.

„Wir haben seit Jahrzehnten eine Zweiklassengesellschaft in allen Lehrerzimmern und allen Schulen in Nordrhein-Westfalen“, sagte SchaLL.NRW-Vorstandsmitglied Stefan Nierfeld. Der Berufsverband fordert ein Einkommensgleichstellungsgesetz - mindestens aber 1000 Euro brutto mehr im Monat für angestellte Lehrer als bisher. Nach Angaben des Berufsverbandes sind in NRW rund 40 000 der insgesamt 160 000 Lehrer angestellt. Die Forderung von 1000 Euro mehr Gehalt würde jährlich also mindestens 480 Millionen Euro extra kosten.