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„Ankerzentren“ für Asylbewerber: NRW erwägt Beteiligung

Berlin/Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen und zwei weitere Bundesländer haben Interesse bekundet, sich an der Pilotphase für die geplanten Asyl- und Abschiebezentren zu beteiligen. Der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Helmut Teichmann, sagte am Donnerstag in Berlin, für die sogenannten Ankerzentren hätten sich im ersten Anlauf neben NRW noch Bayern und Hessen gemeldet. Er habe sich vorgenommen, noch weitere Bundesländer mit ins Boot zu holen.

In NRW sei aber noch keine Entscheidung gefallen, erklärte NRW-Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP). „Ob NRW ein Ankerzentrum einrichtet, hängt von der Konkretisierung ab. Wir brauchen dringend einen Migrationsgipfel, bei dem die Ausgestaltung detailliert geklärt wird.“ Zudem müsse geklärt werden, wie mit Rückführungen oder immer wieder verlängerten Duldungen umzugehen sei.

SPD und Union hatten sich in ihren Koalitionsverhandlungen auf die Einrichtung von Zentren für die Aufnahme von Schutzsuchenden geeinigt. Dort sollen auch Asylverfahren stattfinden. Wer nicht als Flüchtling anerkannt wird, soll direkt aus dem Zentrum abgeschoben werden. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will die ersten dieser Einrichtungen bereits im August oder September in Betrieb nehmen - also noch vor der Landtagswahl in Bayern im Oktober.

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