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Löwentor am Schloss Nordkirchen

Anwalt soll Gutachten für umgestoßenen Steinlöwen beschleunigen

Nordkirchen Noch immer warten die Verantwortlichen auf ein Gutachten, das den Schaden an dem vom Sockel gestoßenen Löwen am Schloss beziffert. Nun soll ein Anwalt für mehr Tempo sorgen. Doch es gibt auch zwei positive Entwicklungen in dem Fall.

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Die Trümmer des Steinlöwens liegen noch immer am Boden.

Foto: Jessica Hauck

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Langsam wächst Gras über den umgefahrenen Löwen am Schloss Nordkirchen.

Foto: Jessica Hauck

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Ein Lkw-Fahrer hatte die Säule im Januar gerammt. Der Nachbarlöwe war erst 2015 ebenfalls von einem Lkw von der anderen Säule gestoßen worden.

Foto: Jessica Hauck

Um endlich Bewegung in den Fall zu bringen, hat die Fachhochschule für Finanzen (FHF) nun einen Anwalt eingeschaltet. Ende Januar hatte ein Lkw-Fahrer einen steinernen Löwen vom Torpfeiler des unter Denkmalschutz stehenden Löwen-Tores am Schloss gestoßen. Anfangs war Klaus-Wilhelm Gratzfeld, kommissarischer Verwaltungsleiter der FHF, noch zuversichtlich, schnell für Löwen-Ersatz sorgen zu können.

Aus Tagen wurden Wochen

Inzwischen ist ihm der Ärger über lange Verzögerungen deutlich anzuhören. Die FHF, denn das Land NRW verwaltet das Schlossgelände, hat nun einen Anwalt beauftragt. Denn bevor nicht das Gutachten für die Versicherung vorliegt, kann die FHF keine neue Sandstein-Skulptur in Auftrag geben. „Der Gutachter der Versicherung hat den Begriff Woche sehr dehnbar ausgelegt“, sagt Gratzfeld. „Wir gingen da von einem Zeitraum von sieben Tagen aus“, sagte Gratzfeld im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten verärgert. Doch inzwischen seien sieben bis acht Wochen vergangen, seit der Gutachter sich vor Ort in Nordkirchen ein Bild von dem nach ersten Schätzungen sechsstelligen Schaden gemacht hatte.

Mir tun die Leute Leid, die die Schlossanlage besichtigen“, sagt Klaus-Wilhelm Gratzfeld. Schließlich seien das Löwentor und das Schloss wichtige Gebäude und der zerstörte Löwe liege seit Wochen „wie ein Häufchen Elend“ auf dem Boden.

Steinbruch inzwischen geschlossen

Mit den Verzögerungen rund um das Gutachten war ein weiteres Problem entstanden: Der Steinbruch im Sauerland, aus dem das Material für den neuen Löwen kommen sollte, hat Ende März geschlossen. Die FHF hätte gerne noch im März einen Restaurator mit der Anfertigung eines neuen Löwens aus Material aus diesem Steinbruch beauftragt, damit der möglichst ähnlich aussieht wie sein Nachbar auf der anderen Säule.

Gute Nachrichten hatte gestern aber der Restaurator, der bereits den Nachbarlöwen 2015 restauriert hatte, den ebenfalls ein Lkw vom Sockel gestoßen hatte. Der Gutachter habe seinen Bericht jetzt fertiggestellt, sagte Werner Schlüter aus Drensteinfurt. Der Mann habe ihn in den vergangenen Tagen noch einmal angerufen, um einige Fragen zu klären. Schlüter rechnet damit, dass das Gutachten nun auch bald bei der FHF in Nordkirchen vorliegen wird.

Hoffnung für Steinbruch


Und auch in Sachen Material für den Löwen kann der Restaurator Hoffnung machen. Das Werk im Sauerland könnte bald wieder öffnen. „Da soll eine Übernahme anstehen“, sagt Werner Schlüter, der hofft, nach dem Gutachten dann auch den Auftrag für die Restaurierung des Löwen zu erhalten. Doch selbst, wenn das Material für den Löwen aus einem anderen Steinbruch kommen müsste, könne er es hinbekommen, dass die Löwen sich gleichen. „Hinkriegen kann man das immer irgendwie“, sagte Schlüter. Die Farbe könnte aber ein Problem werden.

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Die Trümmer des Steinlöwens liegen noch immer am Boden.

Foto: Jessica Hauck

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Langsam wächst Gras über den umgefahrenen Löwen am Schloss Nordkirchen.

Foto: Jessica Hauck

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Ein Lkw-Fahrer hatte die Säule im Januar gerammt. Der Nachbarlöwe war erst 2015 ebenfalls von einem Lkw von der anderen Säule gestoßen worden.

Foto: Jessica Hauck

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