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Aogo über Ängste: „Unglaubliches Konkurrenzgefüge“

Stuttgart. Dennis Aogo vom Bundesligisten VfB Stuttgart glaubt, dass aktive Spieler wegen des enormen Leistungsdrucks im Profifußball nicht über ihre Ängste sprechen können.

Aogo über Ängste: „Unglaubliches Konkurrenzgefüge“

Dennis Aogo spielt in der Bundesliga für den VfB Stuttgart. Foto: Ina Fassbender

„Das ist natürlich dem System geschuldet. Es ist ein unglaubliches Konkurrenzgefüge, man muss sich jeden Tag beweisen, man muss jeden Tag seinen Platz verteidigen“, sagte der 31 Jahre alte frühere Nationalspieler in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. Würde man dem Mitspieler im Verein zeigen, dass man Ängste habe, sei das für den „nahezu eine Steilvorlage, um Dich zu überholen“. Man wisse, dass man austauschbar sei, wenn man nicht funktioniere.

Hintergrund des Gesprächs waren die Aussagen des kurz vor seinem Karriereende stehenden Weltmeisters Per Mertesacker, der von Durchfall und Brechreiz vor Spielen gesprochen hatte. Aogo äußerte großen Respekt vor dem 33-Jährigen vom FC Arsenal und dessen Interview im „Spiegel“. Im Fußball sei es ansonsten leider noch so, dass man Schwächen nicht zeigen wolle, meinte Aogo. Situationen wie Mertesacker hat er selbst nach eigener Aussage jedoch nie erlebt.

Er würde im Falle von Ängsten nicht dazu raten, mit einem Psychologen des Vereins zu sprechen, um zu verhindern, dass etwas „transportiert wird“. Als junger Profi während seiner Zeit beim Hamburger SV habe er aber externe psychologische Unterstützung in Anspruch genommen.

Damals sei er als Nationalspieler ein „Aushängeschild“ des HSV  gewesen. Mit dieser großen Verantwortung habe er Schwierigkeiten gehabt und deshalb Hilfe gesucht. „Das war die beste Entscheidung meiner Karriere“, sagte Aogo. Er habe Werkzeuge an die Hand bekommen, „um mich selbst zu regulieren. Ich glaube, das ist das Wichtigste, um eine schöne Karriere zu haben, eine lange Karriere zu haben und am Ende eine erfolgreiche Karriere zu haben.“

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