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Aus für die Rhein-Neckar Löwen trübt die deutsche Bilanz

Mannheim. Der deutsche Meister aus Mannheim scheitert im Achtelfinale der Champions League gegen Kielce. Dafür zieht der THW Kiel trotz einer Niederlage in Szeged in das Viertelfinale ein. Im EHF-Pokal beenden die drei deutschen Vertreter die Gruppenphase als Tabellenerste.

Aus für die Rhein-Neckar Löwen trübt die deutsche Bilanz

Rafael Baena Gonzalez (l) von den Rhein-Neckar Löwen setzt sich hier gegen Marko Mamic von Kielce durch. Foto: Uwe Anspach

Das „Spiel der Ehre“ endete für die Handballer der Rhein-Neckar Löwen mit einer erneuten Niederlage gegen Vive Kielce und dem bitteren Aus im Achtelfinale der Champions League.

Die Mannheimer unterlagen dem polnischen Meister vor 4425 Zuschauern in der SAP-Arena mit 30:36 (18:16). Für die Löwen war damit zum vierten Mal in Serie Endstation in der Runde der 16 besten Teams in Europa.

„Nun konzentrieren wir uns auf die verbleibenden Wettbewerbe und wollen die Saison noch freudig gestalten“, schrieben die Mannheimer auf ihrer Facebook-Seite. Der Bundesliga-Tabellenführer strebt die dritte Meisterschaft hintereinander an und steht zudem im Final-Turnier des deutschen Pokals.

Eigentlich hatte der deutsche Meister ein Zeichen setzen wollen. Zum Hinspiel nach Kielce war wegen der parallelen TV-Übertragung der Bundesliga-Niederlage der Löwen beim THW Kiel die Zweitvertretung der Nordbadener gereist und hatte 17:41 verloren. Die Revanche jedoch misslang. „Es wäre aber auch generell einfach schön gewesen, eine richtige Chance auf das Viertelfinale zu haben“, sagte Rückraumspieler Kim Ekdahl Du Rietz über das Terminchaos rund um die Spiele gegen die Polen, die jetzt auf Paris Saint-Germain treffen.

Der THW Kiel, der gegen Pick Szeged sein Heimrecht getauscht hatte, konnte sich in Ungarn nach dem 29:22 aus dem Hinspiel eine 27:28 (13:12)-Niederlage erlauben und zog trotzdem in das Viertelfinale ein. „Wir wollten das Spiel gewinnen“, sagte Rechtsaußen Ole Rahmel den „Kieler Nachrichten“: „Das hat zwar nicht geklappt, aber am Ende zählt das auch nicht.“

Damit haben die „Zebras“ auch in ihrem 14. Auftritt in einem Achtelfinale der Champions League die nächste Runde erreicht. Im Viertelfinale geht es gegen Titelverteidiger Vardar Skopje aus Mazedonien. Die SG Flensburg-Handewitt, die bereits in der vergangenen Woche das Weiterkommen geschafft hatte, trifft auf den französischen Vertreter Montpellier AHB. Das letzte Viertelfinale bestreiten der frühere deutsche Nationalspieler Dominik Klein und sein französischer Club HBC Nantes gegen Skjern HB.

Perfekt ist die Bilanz der drei deutschen Vertreter im EHF-Pokal. Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen, die Füchse Berlin und der SC Magdeburg beendeten die Gruppenphase jeweils als Erster. Am letzten Spieltag unterlag Magdeburg 26:27 (11:12) bei Bjerringbro-Silkeborg in Dänemark. Die Füchse schlugen Lugi HF aus Schweden 34:25 (17:12), und Göppingen feierte mit dem 31:26 (17:11) über RD Koper aus Slowenien als einziger Club den sechsten Sieg im sechsten Gruppenspiel.

Als Ausrichter des Finalturniers ziehen die Magdeburger direkt ins Halbfinale ein. Bei der Auslosung der nur drei Viertelfinalspiele am Dienstag kann es nicht zu einem Duell zwischen Göppingen und Berlin kommen. Beide bekommen es mit einem Gruppenzweiten zu tun. Mögliche Gegner sind Chambery Savoie und St. Raphael aus Frankreich sowie RK Nexe aus Kroatien. Komplettiert wird das Viertelfinale durch den spanischen Vertreter BM Granollers.

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