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Ausstellung zeigt Fotos zu Resten der Natur

Grüne Wiesen und grasende Kühe, ein plätschernder Bach oder ein feiner Sandstrand - Landschaften stellt sich der Mensch meist als Ideal vor. Aber Wirtschaft, Kriege, Bergbau oder Zersiedlung hinterlassen ihre Spuren und prägen eine Gegend. Eine neue Ausstellung im Siegener Museum für Gegenwartskunst zeigt von diesem Sonntag (10. Juni) an unter dem Titel „Landschaft, die sich erinnert“ diese Reste der Natur in Installationen und auf Fotos.

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Siegen

, 08.06.2018

„Im kulturellen Gedächtnis verankert sind Landschaften, die uns emotional berühren, die uns umfangen und eine Identität begründen, eng verbunden mit dem komplexen Begriff der Heimat“, erklärte Museumsdirektorin Eva Schmidt. Es gebe aber kaum noch derartige Landschaften. „Nur noch öde Landschaften, die etwas „erlitten“ haben.“

Insgesamt werden 24 Künstler vorgestellt. Neben zeitgenössischen Arbeiten sind auch Fotografien zu den Bunkerbauten der Nationalsozialisten in der Normandie zu sehen, durch die Paul Virilio bekannt wurde, ebenso wie eine Grafik des in Siegen geborenen Künstlers Peter Paul Rubens (1577-1640). „Die Rubensgrafik eröffnet eine Perspektive auf die heutigen Migrationsbewegungen am Beispiel der Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten“, sagte Schmidt.