Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Autobranche sagt Nein zu technischen Diesel-Nachrüstungen

Berlin. Dauert viel zu lange, erhöht Verbrauch und CO2-Ausstoß: Die deutschen Autobauer bleiben eisern bei ihrem Nein zu technischen Nachrüstungen an Dieselautos.

Autobranche sagt Nein zu technischen Diesel-Nachrüstungen

Ein Mechatroniker führt bei einem Diesel ein Software-Update durch. Foto: Julian Stratenschulte

In der Debatte um Dieselabgase und Fahrverbote lehnt die deutsche Autobranche technische Nachrüstungen an Dieselautos für eine bessere Abgasreinigung weiter ab.

Die bereits laufenden Updates der Motorsoftware führten nicht dazu, dass die Autos mehr Kraftstoff verbrauchten, sagte der Präsident des Branchenverbands VDA, Bernhard Mattes, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Hardware-Nachrüstungen hingegen würden Verbrauch und CO2-Ausstoß erhöhen. Das kann ja kaum jemand wollen.“ Zudem würde es zwei bis drei Jahre dauern, bis die Motoren umgebaut werden könnten, da Entwicklung und Erprobung Zeit bräuchten.

Umweltschützer, aber auch Teile der Bundesregierung halten technische Nachrüstungen an Dieselautos für notwendig, um Fahrverbote in manchen Städten zu vermeiden. Anders ließen sich die EU-Grenzwerte für gesundheitsschädliche Stickoxide nicht schnell genug einhalten, so das Argument. Sollten Fahrverbote kommen, könne die Branche mit den Hardware-Updates Fahrer älterer Diesel davor schützen, nicht mehr in bestimmten Straßen oder Stadtteilen fahren zu dürfen.

Mehrere Gutachten zu technischen Nachrüstungen liegen beim Bund vor, sind aber noch nicht veröffentlicht. Bundesumweltministerin Svenja Schulze dringt auf einen baldigen Diesel-Gipfel von Politik und Branche, um über verpflichtende Nachrüstungen zu sprechen.

Die Branche wisse um ihre Verantwortung, sagte Mattes und verwies auf 250 Millionen Euro, die BMW, Daimler und Volkswagen in einen Fonds „Nachhaltige Mobilität für die Stadt“ zahlten. Wenn der Anteil moderner Diesel steige, dann werde auch die Luft „deutlich sauberer“, sagte er der „FAZ“.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Bad Homburg. Der Medizinkonzern Fresenius hat die geplante 4,4 Milliarden Euro schwere Übernahme des US-Konzerns Akorn platzen lassen. Das Unternehmen habe beschlossen, die Übernahmevereinbarung zu kündigen, weil Akorn mehrere Vollzugsvoraussetzungen nicht erfüllt habe.mehr...

Hannover. Die als weltgrößte Industrieschau geltende Hannover Messe hat begonnen. Bezüglich künstlicher Intelligenz müsse Deutschland nachholen und aufholen, sagte Kanzlerin Angela Merkel kurz vor der Eröffnungsfeier.mehr...

Bonn. 2172 Euro Gehalt hören sich nicht nach viel an. Doch die Deutsche Post zahlt ihren künftigen Zustellern dieses Salär nach einem Zeitungsbericht bereits während der Ausbildung, bei der man bisher nur 820 Euro verdiente.mehr...

Nürnberg. Noch zum Jahresanfang waren die meisten von ihnen geradezu euphorisch gewesen - inzwischen macht sich bei Volkswirten deutscher Großbanken zum Thema Konjunktur eine gewisse Ernüchterung breit. Die ersten Geldhäuser rudern bei ihren Prognosen bereits zurück.mehr...

Frankfurt/Main. Miteinander vernetzte Maschinen, „intelligente“ Häuser, Elektroautos: Diese digitalen Trends werden nach Ansicht von Experten dazu führen, dass sich der Wettbewerb um die Gewinnung von Elektroingenieuren und IT-Experten international verschärft.mehr...

Köln. Der Schriftzug Toys R Us wird verschwinden, die fast 100 Spielzeugläden des einstigen US-Giganten im deutschsprachigen Raum sollen aber unter der Regie eines neuen Besitzers bestehen bleiben.mehr...