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Autor Ernest Cline schwärmt von Steven Spielberg

London. Mit seinem Debütroman „Ready Player One“ gelang Ernest Cline 2011 ein Überraschungserfolg. Der US-Autor schrieb nun auch das Skript für den Film und erfüllte sich so einen Kindheitstraum, denn er durfte mit seinem Idol Steven Spielberg zusammenarbeiten.

Autor Ernest Cline schwärmt von Steven Spielberg

Alle Träume werden wahr: Ernest Cline. Foto: Anthony Harvey/AFP

Atari 2600, „Zurück in die Zukunft“ und Rockmusik - Ernest Cline ließ auch in das Drehbuch zu „Ready Player One“ alles einfließen, was ihn seit seiner Kindheit begeistert.

Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur schwärmt der 45-Jährige von der Arbeit mit Regisseur Steven Spielberg und erzählt von Herausforderungen bei der Verfilmung seines Romans, der mit 80er-Popkultur gespickt ist.

Frage: Wie sehr werden ihre Teenagerjahre mit „Ready Player One“ auf der Leinwand wieder lebendig?

Antwort: Das übertrifft meine wildesten Träume als Teenager. Ich bin mit Steven Spielbergs Filmen aufgewachsen und habe davon geträumt, selbst eines Tages Filme zu machen. Aber ich hab sicher nicht daran gedacht, dass ich einen Film mit ihm machen würde. Und dann noch von meinem ersten Roman! Das ist mein erster Versuch eines Romans und ich sage den Leuten immer: Alles was man sich jemals wünschen könnte, wenn man seinen ersten Roman schreibt und veröffentlicht, ist mir passiert. Von jetzt an geht es nur noch bergab.

Frage: In Buch und Film spielt die Popkultur der 80er Jahre eine wichtige Rolle. Warum kann sich auch die Jugend von heute mit Ihrer Geschichte identifizieren?

Antwort: Durch den guten Zugang zu alten Medien haben die Kinder heute Zugriff auf die komplette Weltgeschichte des Kinos und auf die Musik und die TV-Shows, eigentlich alles. Mein Roman wurde an vielen Colleges gelesen, darum hab ich mit vielen Teenagern gesprochen, die in den 80ern noch nicht mal geboren waren. Sie mögen das Buch sowohl wegen der Abenteuergeschichte, als auch wegen der Thematik mit der echten Identität und der digitalen Identität. Die haben die Kinder heute auch. Facebook-, Twitter- oder Instagram-Profil zeigen eine idealisierte Version von ihnen, die sie als Online-Avatare nutzen, um sich zu präsentieren. Das ist nicht unbedingt, wer sie wirklich sind. Wer heute aufwächst, muss sich um seine echte Person kümmern und um seine Online-Version. Damit können sich die Kinder identifizieren.

Frage: Zak Penn, ihr Co-Autor beim Drehbuch, ist nur ein paar Jahre älter als sie und ebenfalls ein großer Film- und Videospiele-Fan. Die Zusammenarbeit muss ihnen beiden Spaß gemacht haben...

Antwort: Das war die beste Zusammenarbeit, die ich je hatte - mit ihm und mit Steven Spielberg. Zak und ich sind Freunde geworden, bevor die Arbeit am Drehbuch losging, als er die Dokumentation „Atari: Game Over“ (2014) gemacht hat. Die Liebe zum Kino, zu Games und, dass wir beide in den 80ern aufgewachsen sind, hat uns verbunden. Dann kam Steven an Bord. Das war perfekt - mit einem meiner Freunde zu arbeiten und mit einem unserer Helden.

Frage: Einige längere Passagen aus dem Buch fehlen im Film. Wie schwer war es, diese Geschichte auf die Leinwand zu bringen? Ist da etwas, das Sie gern im Film hätten, was aber nicht möglich war?

Antwort: Jetzt, wo ich den Film gesehen habe, vermisse ich nichts. Ich finde, es ist eine perfekte Adaption mit genau der richtigen Länge und genau den richtigen Elementen aus dem Buch, um es zu einem Kinoerlebnis zu machen. Das finde ich toll. Und das Buch bleibt ja. Meine ursprüngliche Vision der Geschichte können die Leser jederzeit wieder erleben und im Kopf ihre eigenen Bilder ablaufen lassen. Das ist aber auch das Schwierige bei der Adaption. (...) Jemand anderes visualisiert die Geschichte für dich. Deshalb sind Buch und Film nie identisch. Das sollte man auch nicht erwarten. Alle meine liebsten Verfilmungen entfernen sich irgendwo vom Original, das ist nötig.

ZUR PERSON: Ernest Cline wurde 1972 in Ashland, Ohio geboren. Er ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Poetry-Slammer. Er schrieb unter anderem das Skript für den Film „Fanboys“ (2009) über eine Gruppe von „Star Wars“-Fans, die bei Produzent George Lucas einbrechen will, um für ihren todkranken Freund den neuesten Film zu stehlen.

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