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Bamberger nach Ende von Ära: „Zu viele Schattenmomente“

Bamberg. Sieben Meistertitel in acht Jahren, zuletzt drei Titel nacheinander: Bamberg war jahrelang das Maß der Dinge im deutschen Basketball. Nun sind die Oberfranken im Finale erstmals wieder Zuschauer. Das Team, das viele Abgänge nicht kompensieren konnte, steht vor dem Umbruch.

Bamberger nach Ende von Ära: „Zu viele Schattenmomente“

Brose Bamberg steht nach dem Playoff-Aus vor einem erneuten Umbruch. Foto: Nicolas Armer

Die Ära von Brose Bamberg endete mit einem Fehlpass, einem Konter und etlichen Tränen. Nach dem Halbfinal-Aus gegen den Dauerrivalen FC Bayern erleben die basketball-verrückten Oberfranken erstmals nach drei Meisterjahren wieder eine Saison ohne Titel und stehen vor einem Umbruch.

Dass der K.o. gegen den Hauptrunden-Primus und Titelfavoriten erfolgte, war kein Trost. Nach dem 79:83 (53:38) sagte Geschäftsführer Rolf Beyer: „So, wie die Saison gelaufen ist, kann man nicht zufrieden sein.“ Die wenigen Lichtblicke in der Euroleague blenden den Manager nicht. „Es waren zu viele Schattenmomente, die uns weh getan haben“, betonte er im BR.

Drei Jahre lang waren die Bamberger das Maß der Dinge hierzulande, mit Coach Andrea Trinchieri und teils begeisterndem Basketball sorgte die Brose-Truppe immer wieder für Furore. Durch den großen Kaderumbau im vergangenen Sommer waren aber Niveau und Selbstsicherheit bei dem Verein, der zuletzt in acht Jahren siebenmal Champion war, weg.

In der Liga schlichen sich so viele Niederlagen ein, dass Coach Trinchieri im Februar frühzeitig entlassen wurde, als selbst die Qualifikation für die Playoffs in Gefahr war. „Wir mussten uns von Platz zehn zurückkämpfen“, erinnerte Beyer. „Wir waren dann auf Rang vier, das war die bestmögliche Ausgangsposition.“ Diese hatte aber zur Folge, dass der neunmalige Meister gegen Bayern keinen Heimvorteil mehr hatte. Und auswärts setzte es schlimme Abfuhren.

Mit einem 72:95 ging es los, nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich in der Serie folgte in Partie Nummer drei sogar ein 67:99 und die höchste Playoff-Pleite der Vereinsgeschichte. Ein erneuter Kraftakt in der eigenen Halle misslang. „Die Bayern-Serie war symptomatisch für die Saison, ein Wechselbad der Gefühle“, sagte Beyer.

Tatsächlich war dem Team um Topscorer Dorell Wright ein famoser Start gelungen, im ersten Viertel führte das Team schon mit 20 Punkten. Nach der Pause aber bauten die Hausherren ab, ein 17:0-Lauf der Bayern im Schlussviertel schien für die Vorentscheidung zu sorgen. Dann aber hatten die Bamberger, die fatal viele freie Würfe nicht im Korb unterbrachten, Sekunden vor Schluss noch die Chance auf den Ausgleich oder die Führung. Aber ausgerechnet Daniel Hackett als eigentlich zuverlässiger Spielmacher passte den Ball zum Gegner, und Jared Cunningham per unbedrängtem Dunking setzte den Schlusspunkt.

„Die Bayern sind ein großartiges Team. Sie haben gekämpft und wollten es ein bisschen mehr“, meinte Bambergs Wright. Der frühere NBA-Profi war nach seiner Verpflichtung im Oktober der größte Hoffnungsträger, um eine der vielen Lücken im Team zu schließen. Im Sommer 2017 hatten Daniel Theis und Darius Miller Bamberg in Richtung NBA verlassen, Janis Strelnieks ging nach Piräus, Nicolò Melli zu Fenerbahce. Fabien Causeur wechselte zu Real Madrid und gewann jüngst die Euroleague.

Wie es mit dem aktuellen Team weitergeht, ist offen. Trainer Banchi hat einen Vertrag bis Saisonende plus Option auf eine Verlängerung. Als Bamberg letztmals 2014 das BBL-Finale verpasste, holten die Bosse Coach Trinchieri sowie die Aufbauspieler Brad Wanamaker und Janis Strelnieks und damit den Erfolg zurück nach Oberfranken. Nun sind Beyer und Co. bei der Kaderplanung erneut massiv gefordert.

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