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Befragung von Ex-OB Sauerland zur Loveparade verschoben

Düsseldorf/Duisburg. Das Landgericht Duisburg hat die Befragung des früheren Duisburger Oberbürgermeisters Adolf Sauerland zur Loveparade-Katastrophe auf den 2. Mai verschoben. Grund sei die Verhinderung einer Hauptschöffin, teilte das Gericht am Dienstag in Duisburg mit. Ursprünglich sollte Sauerlands Vernehmung an diesem Freitag (27. April) beginnen. Für den 3. Mai ist die Fortsetzung geplant. Der 62-Jährige sagt als Zeuge aus, er galt im juristischen Verfahren zu keinem Zeitpunkt als Beschuldigter.

Befragung von Ex-OB Sauerland zur Loveparade verschoben

Adolf Sauerland, damaliger Oberbürgermeister von Duisburg, im Duisburger Rathaus 2011. Foto: Roland Weihrauch/Archiv

Politisch war der CDU-Politiker nach der tödlichen Massenpanik 2010 aber massiv in die Kritik geraten, weil er keine Verantwortung für das Unglück übernehmen wollte. Im Februar 2012 stimmten die Duisburger in einem Bürgerbegehren mit großer Mehrheit für seine Abwahl. Der Lokalpolitiker, der seit 2004 Oberbürgermeister gewesen war, zog sich anschließend aus der Öffentlichkeit weitgehend zurück.

Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg gab es am einzigen Zu- und Abgang zum Veranstaltungsgelände ein so großes Gedränge, dass 21 Menschen erdrückt und mindestens 652 verletzt wurden. Der Prozess vor dem Landgericht Duisburg gegen sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier Beschäftigte des Veranstalters Lopavent hatte im Dezember begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem fahrlässige Tötung vor. Aus Platzgründen findet der Prozess in einer Kongresshalle in Düsseldorf statt.

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