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Bei Otto geht nichts ohne Ostfriesentee

Frankfurt/Main. Das Caricatura-Museum in Frankfurt zeigt teils unbekannte Werke des Komikers Otto Waalkes. Bei einer Pressekonferenz spricht der Künstler über Ostfriesentee und den Ursprung der „Ottifanten“.

Bei Otto geht nichts ohne Ostfriesentee

Otto Waalkes im Caricatura Museum Frankfurt vor seinem Gemälde "The Ottifantenking". Foto: Fabian Sommer

Bei der Wahl seiner Motive lässt er sich von langen Museumsbesuchen inspirieren - und von Ostfriesentee: Der Komiker Otto Waalkes (69) ist den meisten Deutschen vor allem als Bühnenkünstler bekannt.

Dabei hätten seine Auftritte zunächst nur dazu gedient, sein Kunststudium zu finanzieren, berichtete Waalkes am Dienstag im Frankfurter Caricatura-Museum.

Vom 26. April bis zum 2. September werden dort 200 seiner Arbeiten zu sehen sein, darunter auch bislang unbekannte Werke. Ottos Erfolg als Bühnenkünstler habe den bildenden Künstler zu Unrecht in den Hintergrund gedrängt, teilten die Ausstellungsmacher mit: „Seine Gemälde sind ein Parforceritt durch die Kunstgeschichte, in dessen Verlauf Waalkes sich der unterschiedlichen malerischen Techniken bedient.“

Für Waalkes selbst ist die Malerei vor allem ein „riesiger Erfahrungsprozess“, da er immer wieder etwas Neues entdecke. Es bereite ihm Spaß zu malen und dabei die Techniken anzuwenden, die er früher einmal gelernt habe. „Wenn die Bilder dann noch jemandem gefallen, ist das eine tolle Bestätigung.“ Das Museum widmet Waalkes die Ausstellung zu seinem 70. Geburtstags im Juli.

Seine Leidenschaft für die bildenden Künste entdeckte der gebürtige Emdener jedoch nicht erst im fortgeschrittenen Alter. „Die Malerei verfolgt mich schon seit eh und je“, erklärte Waalkes. Bereits als Jugendlicher habe er für die Schülerzeitschrift gezeichnet. Auf diese Zeit gehen auch die Ursprünge des „Ottifanten“ zurück, einer Figur, die bis heute Ottos Markenzeichen ist und sich auch auf zahlreichen Bildern der Frankfurter Ausstellung wiederfindet. „Ich habe damals versucht, ein Selbstporträt von der Seite zu zeichnen und daraus hat sich dann der Ottifant entwickelt“, sagte Waalkes.

Auf die Frage nach der Inspiration für seine Motive - darunter beispielsweise eine Ottifanten-Version von Franz Marcs „Der Turm der Blauen Pferde“ - nannte der Künstler „lange Museumsbesuche“ und „Ostfriesentee“. Mit dem Tee tränke er die weiße Leinwand und verleihe ihr dadurch einen Patinaeffekt, den typisch gelben Grund.

Zur Stadt Frankfurt hegt Waalkes derweil eine besondere Beziehung: Er war der „Neuen Frankfurter Schule“ eng verbunden, viele Texte seiner Auftritte und Drehbücher seiner Filme wurden von Mitgliedern des Satiriker-Zirkels um Robert Gernhardt geschrieben. Und auch mit dem Caricatura-Museum verbindet der Künstler eine Geschichte: Schließlich war er es, der das Museum vor zehn Jahren offiziell eröffnete.

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